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Zunahme von Computerbetrug bei Versicherern

Zunahme von Computerbetrug bei Versicherern

Bereits 2017 und 2018 war laut einer Auswertung jeder zweite Versicherer Opfer von Cyberkriminalität, was einer Zunahme von 19 Prozent entspricht. Der Durchschnittswert deutscher Versicherungen ist branchenweit der höchste.

Besonders bedenklich ist dabei, dass der Bereich des Computerbetruges zugenommen hat.

Sonderauswertung deckt Defizite auf

Die Sonderauswertung einer Wirtschaftskriminalitätsstudie von Pricewaterhouse Coopers (PwC) hat ergeben, dass 25 Prozent aller Befragten insbesondere unangenehme Erfahrungen mit Computerbetrug gemacht haben. Dazu gehören mit einem Anteil von 13 Prozent Datenausspähungen, 8 Prozent beziehen sich auf Verletzungen von Marken- und Patentrechten und ganze 10 Prozent sind manipulierte Konto- und Finanzdaten sowie Datenfälschungen und -diebstähle.

CEO-Fraud nimmt rapide zu

Ganze 38 Prozent der erhobenen Fälle beziehen sich auf die Betrugsmasche „CEO-Fraud„, bzw. „Fake-President-Fraud“. Dabei erhalten Mitarbeiter eines Unternehmens gefälschte Anweisungen eines Vorstands oder Chefs und werden damit aufgefordert, meist sehr hohe Geldbeträge auf ein bestimmtes Konto zu überweisen.

Bedenkliche Entwicklung von Geldwäsche

34 Prozent der Versicherer beklagen Fälle von Geldwäsche. Branchenübergreifend sind es dabei lediglich 12 Prozent. 10 Prozent der befragten Versicherer gaben dazu an, tatsächliche Fälle von Geldwäsche in ihrem Geschäftsbereich registriert zu haben. Laut PwC-Studie besteht besonders in diesem Bereich ein hoher Nachholbedarf. So haben bisher nur zwei Drittel ein entsprechendes Geldwäschepräventionsprogramm in ihrem Hause integriert.

Diese Sonderauswertung der Studie „Wirtschaftskriminalität 2018“ wurde von PwC in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt und analysiert.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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