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Zukunftspotenziale im Bereich „Smart Home“

Zukunftspotenziale im Bereich "Smart Home"

Neben dem Komplex der Cybersicherheit ist „Smart Home“ großes Thema der Versicherungsbranche. Über die Chancen und Risiken in diesem Bereich diskutierte die Versicherungswirtschaft bei einer gleichnamigen Versicherungskonferenz in Leipzig.

Dabei wurde klar, dass die deutschen Versicherer mit ihren Produkten den Smart-Home-Technologieanbietern hinterherhinken.

Komfort und Sicherheit

Anlässlich der Fachkonferenz „Smart Home“ der Versicherungsforen Leipzig, das bereits im November 2018 veranstaltet wurde, ist offensichtlich geworden, dass entsprechende Smart-Home-Tarife deutscher Versicherer ein übersichtliches Nischendasein fristen. Dabei bietet gerade dieses Thema der Hausautomatisierung erhebliches Potenzial, Kunden einen gesteigerten Komfort und Sicherheit zu bieten.

Kompliziertes Thema

Doch um durchdachte und geschlossene Smart-Home-Lösungen zu entwickeln, bedarf es Versicherungsprodukte, die auf die technischen Möglichkeiten und Konzepte zugeschnitten sind. Um diese zu erreichen, müssen Versicherer Kooperationen mit Handel und Handwerk sowie den Geräteherstellern eingehen. Was das Thema für klassische Versicherungskunden komplizierter macht.

Erfolg über Emotionen

Günther Ohland, der Vorsitzende des Vorstands der SmartHome Initiative Deutschland e.V., wünscht sich deshalb eine Vermarktung solcher Produkte, wie sie bereits von der Automobilindustrie verfolgt wird: nicht mehr über technische Merkmale und Argumente, sondern über Emotionen. Für viele Teilnehmer bestehen die Herausforderungen bei Smart-Home-Lösungen jedoch im Vertrieb und beim Thema Datenschutz.

Technik und Versicherung als Paket

Wie Kooperationen im Bereich Smart-Home funktionieren können, zeigt die Provinzial Rheinland, die ihre Versicherungsprodukte in diesem Bereich auf das Thema Leckageschutz fokussieren und dabei eng mit Anbietern von Leckage-Detektoren zusammenarbeiten. Dabei ist ein Versicherungstarif entstanden, der direkt an einer Nutzung solcher Geräte gekoppelt ist. Immerhin wird rund die Hälfte aller Wohngebäudeschäden auf Leitungswasserschäden zurückgeführt.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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