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Wie Bewerber mit Kurzbewerbungen punkten

Wie Bewerber mit Kurzbewerbungen punkten

Kurzbewerbungen erfordern für die Bewerber geringeren Aufwand, sind mit nur wenigen Klicks erledigt – und sorgen bei Personalern für Arbeitsentlastung und beschleunigte Rekrutierungen.

Allerdings sollten Bewerber trotz des verminderten Aufwands Sorgfalt und Inhalt nicht vernachlässigen.

Schnelle Gespräche nach der Kurzbewerbung

Besonders große Konzerne versprechen sich einen Wettbewerbsvorteil, nachdem Bewerbungsverfahren vereinfacht werden. So lässt sich manche Stellenbewerbung direkt über die Online-Stellenausschreibung realisieren. Manchmal reicht bereits die Angabe eines Namens, einer Mailadresse, der Telefonnummer und kurze, stichwortartige Angaben zur Ausbildung. Anschließend erfolgt bereits die Einladung zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch. Hier sollte dann die ausführliche, übliche Bewerbungsmappe mitkommen.

Persönlichkeit vor Unterlagen

Kurzbewerbungen liegen im Trend, weil immer mehr Unternehmen lieber mehr Zeit für persönliche Gespräche einplanen, als – unter Umständen – geschönte Dokumente zu studieren. Insbesondere bei Berufen, wo Unterlagen, Zeugnisse und Zertifikate überwiegend gleich sind und wesentlich mehr Wert auf die Persönlichkeit des Bewerbers gelegt wird.

Rückruf häufig (fast) garantiert

Beispiel: Pflegebereich. In diesem Bereich besteht ein so großer Bedarf an Fachkräfte, das bereits aus zeitlichen Gründen Kurzbewerbungen mittlerweile üblich sind. Bewerber, die sich online als Pflegekraft bewerben, erhalten oft bereits nach einer Stunde einen Rückruf.

Unterlagen erst später

Jedoch lässt sich beobachten, dass branchenübergreifend Online-Bewerbungen vereinfacht werden. Bewerbungen sollen hauptsächlich kürzer werden. So werden bei berufserfahrenen Kandidaten kaum noch schulische und universitäre Abschlüsse abgefragt, weil diese bei solchen Kandidaten einfach nicht mehr so relevant sind.

Mappe bereithalten

Grundsätzlich sollten Online-Bewerbungen nicht länger als drei Seiten pro PDF sein. Dazu zählt das Anschreiben sowie der Lebenslauf. Auf weitere Anlagen, wie Zeugnisse und Zertifikate, kann dabei erst einmal verzichtet werden. Grundsätzlich sollte aber darauf geachtet werden, was Unternehmen explizit erwarten und über die Stellenausschreibung kommunizieren. Wichtiger ist es, im Anschreiben mitzuteilen, dass eine ausführliche Bewerbungsmappe mit allen relevanten Unterlagen vorliegt und bei Bedarf gerne angefordert werden kann.

Übersicht und Sorgfalt bleiben wichtig

Recruiter sind sich jedoch einig: Bei einer Kurzbewerbung zählt es, Persönlichkeit zu zeigen. Auch Kurzbewerbungen müssen sorgfältig und gut aufbereitet werden. Keinesfalls sollte man denken, diese „mal eben“ schnell und leichtfertig zu erstellen. Den Personalabteilungen sparen sich die Sichtung üblicher und formeller Unterlagen, um mehr über die Persönlichkeit des Bewerbers zu erfahren. Ansonsten wird auch das erwartet, was in schriftlichen Bewerbungen erwartet wird.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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