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Wer reguliert Silvesterschäden?

Wer reguliert Silvesterschäden?

Der Silvestergruß „guter Rutsch!“ ist gut gemeint, denn statistisch zählt der Jahreswechsel zu den schadenträchtigsten Tagen des ganzen Jahres. Böller und Raketen können neben einer glänzenden Stimmung auch erhebliche Schäden anrichten.

Umso wichtiger ist im neuen Jahr zu wissen, wer die möglichen Silvesterschäden schnell und kompetent reguliert.

Wenn Dach oder Balkon in Brand gerät

So schützt die Wohngebäudeversicherung vor den finanziellen Folgen aller Gebäudesachschäden, die durch explodierende Feuerwerkskörper entstehen können. Versichert ist dabei nicht nur das Gebäude, sondern auch alle daran fest eingebauten Gegenständen. Dazu gehört der Wintergarten, aber nicht unbedingt der Carport.

Bei kleineren Sach- und erheblicheren Folgeschäden

Sollte durch den Jahreswechsel Hausrat oder Kleidung in Mitleidenschaft geraten, sichert die Hausratversicherung den Schaden ab. Dabei kann es sich um leichte Brandschäden handeln, beispielsweise durch Funkenflug in der Silvesternacht, aber auch um Löschwasserschäden, die am eigenen Hausrat entstehen – auch wenn es beim verbundenen Löscheinsatz um eine Nachbarwohnung geht.

Wenn Gäste für Probleme sorgen

Wenn ein Partygast in der Wohnung eines Anderen einen Schaden anrichtet, gar ein Dritter dabei zu Schaden kommt, reguliert die Haftpflichtversicherung des Verursachers. Sollte der Übeltäter über keine Versicherung verfügen, reguliert in besonderen Fällen auch die Versicherung des Geschädigten.

Wenn das Fahrzeug Schaden nimmt

Für Beschädigungen durch Feuerwerkskörper an Fahrzeugen tritt die Teilkaskoversicherung für die Regulierung der Schäden ein. Für eine Regulierung vorsätzlicher Schäden ist hingegen die Vollkaskoversicherung zuständig – auch wenn der Verursacher von der Polizei nicht ermittelt werden konnte.

Wenn es selbst weh tat

Wer mit Feuerwerkskörpern schmerzhafte Erfahrungen machen musste und dauerhafte Schäden davonträgt, muss sich mit seiner privaten Unfallversicherung auseinandersetzen. Bezüglich eventueller Heilbehandlungskosten sollte derjenige sich hingegen mit seiner Krankenversicherung in Verbindung setzen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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