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Wellness am Schreibtisch

Wellness am Schreibtisch

Büroarbeiter kennen die körperlichen Komplikationen, die der Alltag am Schreibtisch und vor dem Computer so mit sich bringt: Kopfschmerzen, Verspannungen und Nackensteifheit. Jeden Tag stundenlang herumsitzen führt zu einer einseitigen Körperbelastung und zu entsprechenden Haltungsschäden. Dabei ist es nicht schwer, diesen Problemen vorzubeugen.

Die Franklin-Methode, die in den 1980er Jahren entstanden ist, hilft bei der Harmonisierung von Bewegungsabläufen und Körperfunktionen.

Für entspanntere Arbeitstage

Und sorgt damit für einen entspannteren Arbeitsalltag. Die Franklin-Methode hilft dabei, Kopf, Schultern und Nacken zu lockern und schmerzhaften Verspannungen vorzubeugen. Immerhin wiegt der Kopf rund fünf Kilogramm und wird lediglich von einer relativ kleinen Spitze der Wirbelsäule getragen: Dem sogenannten „Atlas„, dem obersten Halswirbel. Und der befindet sich in der Mitte der gedachten Verbindungslinie zwischen den beiden Vertiefungen unter den Ohrläppchen, direkt hinter den Kieferknochen. Viele kleine Muskeln im Nackenbereich sorgen für die Stabilität und den aufrechten Gang. Ist diese Stabilität gestört und werden die Muskeln ungleichmäßig belastet, kommt es zu Verspannungen. Und zu Schmerzen.

Mit den Schultern beginnen

Fangen wir bei den Schultern an: Der Schultergürtel ist ein offener Ring, der auf dem Brustkorb ruht und der die Last der Arme trägt. Dazu dienen zahlreiche Muskelstränge, die die notwendigen Gelenke verbinden. Schulterverspannungen lassen sich leicht vermeiden, in dem regelmäßig die Schultern nach oben gezogen und anschließend wieder gesenkt werden.

Locker bleiben

Um die Muskeln auch während angestrengten Tätigkeiten stets locker zu lassen, muss ständig „richtig“ geatmet werden. Richtig atmen heißt, aufrecht positioniert in einen beweglichen Brustkorb zu atmen. Das lässt sich durchaus spüren und beobachten: Bei jedem Atemzug (einatmen) sollten sich die Rippen heben, bei jedem Ausatmen legt sich der Brustkorb in Richtung der natürlichen, zentralen Körperachse zurück.

Mehr als nur kauen

Nicht nur der Kopf; auch die Kiefergelenke können für Verspannungen und Probleme sorgen. Die Kiefergelenke, die sich in alle Richtungen bewegen lassen, werden nicht nur zum Essen und Trinken benötigt, sondern auch zum schlucken und sprechen. Menschen neigen unbewusst und besonders in Stresssituationen dazu, die Oberkiefer fest auf die Unterkiefer zu pressen und somit den großen Kaumuskel anzuspannen. Dieser Druck strahlt in den gesamten Körper und sorgt so für unbewusste Körperspannung. Und beeinflusst damit die Art, wie wir mit Tastatur, Maus und Schreibgeräten umgehen. Leichtes klopfen mit den Fingerkuppen auf die Wangen und den Kaumuskel hilft, Verspannungen dort zu lösen. Auch ein bewusstes Bewegen des Unterkiefers kann unbewusste Verspannungen lösen.

Mit Haltungsschäden nicht spaßen

Nackenverspannungen sind meistens sehr eng mit Haltungsfehlern verknüpft. Wer um eine aufrechte und gerade Haltung bemüht ist und gleichzeitig versucht, gleichmäßig zu atmen, verhindert eine falsche Haltung und somit auch Verspannungen. Durch eine entspanntere Haltung, gleichmäßigere Atmung und einem bewussten Ausatmen alleine lässt sich bereits Stress abbauen.

Einstieg in die Franklin-Methode

Wer wirklich unter erheblichen Probleme mit Muskeln und Bewegungsapparat leidet und sich selbst nicht zu therapieren in der Lage ist, sollte sich intensiver mit der Franklin-Methode auseinandersetzen und einen Trainer konsultieren. Die wissenschaftliche Basis, die hinter der Franklin-Methode liegt, ist die Ideokinese, die sich mit dem Bewegungsapparat beschäftigt. Trainer der Franklin-Methode vermitteln auch Elemente der Sportwissenschaften, der Psychomotorik und weitere Bewegungslehren, Die wichtigsten Grundlagen sind spezielle Lernspiralen, Imagination und Verkörperung des Geistes.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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