Produktiv

Weitere Transformationen bei der Generali Deutschland

Weitere Transformationen bei der Generali Deutschland

Die Umstrukturierung der Generali Deutschland geht zügig weiter. Für das kommende Jahr kündigte der Versicherer an, sein Lebensversicherungsgeschäft einzustellen.

Laut Deutschland-Chef Giovanni Liverani ein „nächster Schritt zu mehr Exzellenz in der Generali Deutschland“.

Alle unter einem Dach

Mit dieser Phase will das Unternehmen mit Reduzierung seiner Kapitalbindung und Steigerung der Profitabilität die eigene Wachstumsstory beschleunigen und gleichzeitig seine Wettbewerbsposition stärken. In dieser Konsequenz werden die Marken Aachen-Münchener und Central Kranken unter dem Dachnamen Generali überführt. Im Rahmen des „One Company“-Konzeptes werden künftig alle bestehenden Einheiten für Produktentwicklungen zu einer einzigen Einheit zusammengeführt.

Komposit wird langfristig aufgegeben

Veränderungen stehen aber auch im Bereich Vertrieb an. Ab Mitte des kommenden Jahres sollen die rund 2.800 Ausschließlichkeits-Vertreter in Deutschland für die DVAG Finanzvertrieb arbeiten, an dem die Generali als Großaktionär 40 Prozent Anteile hält. Bisher vertrieb die DVAG ausschließlich Produkte der Aachen-Münchener und erwirtschaftete rund 50 Prozent des Neugeschäfts der Generali Deutschland. Auch künftig soll im Maklergeschäft die Strategie profitablen Wachstums unter fortschreitender Digitalisierung verfolgt werden. Das Kompositgeschäft würde aufgrund geringerer Ertragskraft abgebaut werden.

Cosmos Direkt wird gestärkt

Komposit-, Kranken- und Rechtsschutzversicherungen sollen künftig verstärkt vom Direktversicherer Cosmos Direkt verkauft werden, deren Ausbau des Onlinevertriebs von der Generali Deutschland intensiv verstärkt wird. Ziel ist es, Cosmos Direkt zum ersten Direktversicherer zu transformieren, der sein Produktportfolio direkt auf die Generation der internetaffinen „Millenials“ ausrichtet.

„Run-off“ auch für Generali geplant

Im ersten Quartal 2018 ist für die Generali Lebensversicherung ein „Run-off“ geplant, Ansprüche der Bestandskunden wären jedoch nicht gefährdet. Alleine 2016 beliefen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen in diesem Bereich auf etwa 40 Millionen Euro. Auch ein kompletter Verkauf des Leben-Portfolios ist künftig nicht ausgeschlossen. Zur deutschen Generali gehören die Generali Versicherungen, Aachen-Münchener, Cosmos Direkt, Central Krankenversicherung, Advocard Rechtsschutzversicherung, Deutsche Bausparkasse Badenia sowie Dialog. Mit mehr als 13,5 Millionen Kunden und rund 16,2 Milliarden Beitragseinnahmen ist die Generali Deutschland nach der Allianz der zweitgrößte Erstversicherungskonzern in Deutschland.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren

Send this to a friend