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Viel Arbeit durch Versicherungsbeschwerden

Viel Arbeit durch Versicherungsbeschwerden

Auch im vergangenen Jahr haben sich wieder zahlreiche Versicherte über ihre Erfahrungen mit Gesellschaften, Maklern und Vertretern beschwert. Ganz oben auf der Liste der Beschwerdegründe steht Ärger mit Lebens-, Kfz- und Krankenversicherungen.

Bei der Finanzaufsicht Bafin sind insgesamt 6110 Einwände eingegangen, die bis Ende September abgearbeitet werden sollen. Was bereits jetzt absehbar ist: Mehr Kunden als im Jahr zuvor beschweren sich über Leistungen von Rechtsschutz- und Krankenversicherungen. Hauptsächliche Kritikpunkte sind dabei die Methodiken der Schadensbearbeitung sowie die ausgezahlten Versicherungsleistungen, die insgesamt als zu niedrig eingeschätzt werden.

„Ewiges Kündigungsrecht“ sorgt für Ärger

Alleine 500 Beschwerden beziehen sich auf den Widerruf alter Lebensversicherungen. Bei fehlerhafter Belehrung ist Versicherten durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs ein ständiges Recht auf Widerruf eingeräumt worden, um auch noch nach Jahren günstig den Versicherungsvertrag zu kündigen. Die Bedingungen dafür sind allerdings sehr eng gefasst, sodass viele Fälle zur Beschwerde werden.

Kaum Deckungsschutz für VW-Geschädigte

Einige Beschwerden entstanden jedoch auch aufgrund des sogenannten „VW-Abgasskandals“. Zahlreiche Besitzer von VW-Dieselfahrzeugen beschwerten sich über ihre Rechtsschutzversicherung, die zu angestrengten Schadenersatzklagen keinen Deckungsschutz geben wollten. Die Gesellschaften erkannten keine Aussicht auf Erfolg und wollten dabei das Gutachterverfahren nicht anerkennen.

Beschwerden von Versicherten werden vom Ombudsmann für Versicherungen, der Bafin sowie den Amtsgerichten entgegengenommen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Kommentar

  1. Was brauchts eine Rechtsschutzdeckung für Verfahren gegen VW, wenn die Regierung, der Verkehrs-und die
    Umweltministerin, die Landesregierung in Hannover und natürlich VW überzeugend Ihre Unschuldigkeit täglich darstellen. Getürkte Werte werden ja auch von den Deutschen Autokäufern weiterhin toleriert.
    Das die Feinstaubbelastung den Kindern und Alten z.Bsp. das Atmen schwer macht, ist natürlich völlig sekundär.
    Den Amerikanischen Farmer tangiert es auch kein bisschen wenn in US -Verhören gefoltert wird……….
    Also bitte locker bleiben und nicht stören.

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