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Verunsicherte Vermittler

Verunsicherte Vermittler

Im Bereich der Cyberversicherungen für kleine und mittlere Betriebe ist zwingend ein aktiver und beratender Vertrieb gefragt. Dem stehen allerdings Unsicherheiten seitens der Vermittler entgegen.

Das legen so zumindest die Ergebnisse der Studie „Quo vadis Cyber-Insurance“ nah, die von Assekurata und Instinctif Partners durchgeführt und analysiert wurde.

digitaler Vertrieb nur bedingt sinnvoll

So gibt es starke Unsicherheiten und Missverständnisse bezüglich der Prämien-Auskömmlichkeiten und nicht zuletzt dem Reife der Bedingungswerke. Im Privatkundensegment finden etwa 60 Prozent der Anbieter, dass der digitale Direktvertrieb von Cyberversicherungen ideal geeignet wäre. Im Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und des Gewerbes sind nur 25 Prozent dieser Meinung. Im Bereich der Industrie sind sich alle Akteure einig, dass der digitale Vertrieb hier ausdrücklich ungeeignet ist.

Gefragt: Aufklärung UND Überzeugung

So sind Cyber-Produkte hauptsächlich über den spezialisierten Vertrieb zu platzieren. Grundlage für eine kompetente Beratung ist relevantes Know-how und das Bedürfnis, für entsprechende realistische Krisenszenarien zu sensibilisieren. Es gilt, den Kunden aufzuklären und nicht nur zu überzeugen.

Geringe Erfahrungen

Hinsichtlich der Prämienkalkulation orientieren sich fast die Hälfte der befragten Studienteilnehmer an den GDV-Musterbedingungen, da der Reifegrad der Bedingungswerke von Cyberversicherungen verhältnismäßig gering ist. Das liegt sowohl an den sehr speziellen Kundengruppen, als auch an zu geringen Erfahrungen auf Seiten der Versicher hinsichtlich tatsächlicher Schadenfälle und den resultierenden Kundenbedürfnissen.

Mangelnde Erfahrungen

Unsicherheiten gibt es aber auch noch hinsichtlich der Schadenkalkulation. Nur die Hälfte aller in diesem Segment beteiligten Versicherer hält die gegenwärtige Prämienlandschaft für langfristig haltbar. Auch wenn rund ein Drittel der Anbieter davon überzeugt ist, dass die internen Modelle zur Schadenkalkulation ausreichend sind und immerhin 80 Prozent der Befragten die Qualität der Deckungskonzepte für marktkonform halten.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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