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Versicherungspflicht für Drohnen

Versicherungspflicht für Drohnenpiloten

Die Drohnenfliegerei entwickelt sich auch in Deutschland zu einer Art Volkssport. Dass Drohnenpiloten bei ihrem Hobby grundsätzlich für alle Schäden haften, die deren Fluggeräte verursachen könnten, wird dabei gerne verdrängt.

Kleine, unbemannte Flugkörper, auch Drohnen genannt, werden immer günstiger, sind zunehmend einfacher zu navigieren und dabei immer günstiger zu haben. Da viele der Drohnen in der Lage sind, während des Fluges Fotos und Video aufzunehmen, werden die kleinen Fluggeräte auch bei Privatpersonen immer beliebter.

Zwischenfälle nehmen drastisch zu

Innerhalb der nächsten vier Jahre soll die private Nutzung von ferngesteuerten Drohnen auf mehr als das Doppelte ansteigen. Davon geht zumindest die Deutsche Flugsicherung (DFS) aus.
Bereits bis zum September 2016 kam es zu 55 Zwischenfällen durch Drohnen an deutschen Flughäfen. Ein gefährlicher Anstieg von 41 Fällen im Vergleich zum gesamten Vorjahr. Die Pflicht einer Haftpflichtversicherung für unbemannte Flugobjekte macht also Sinn und besteht bereits seit 2005. Doch nicht alle Privathaftpflichttarife decken derartige Schäden ab. Sinnvoll ist hier der spezielle Versicherungsschutz durch Haftpflichtversicherungen für Multicopter, Quadrocopter bzw. Quadcopter und Drohnen oder Modellflugzeuge allgemein.

Gewicht der Drohnen ist massgeblich

Ein umfassender Haftpflichtschutz für Drohnen bis fünf Kilogramm ist bereits ab 45 Euro jährlich zu haben. Hobbypiloten sollten deshalb das Gewicht der Drohne vor dem ersten Flug genau prüfen und gegebenenfalls ihren Versicherungsschutz anpassen. Bei einigen besonders günstigen Tarifen für Schäden durch Drohnen liegt dieses Gewicht nämlich lediglich bis 50 Gramm – derartige leichte Drohnen eignen sich jedoch eher für Flüge in den eigenen vier Wänden.
Für alle Flugmodelle über 50 Gramm kommen aufgrund der zunehmenden Beliebtheit in Zukunft weitere Einschränkungen zu. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) plant, bald für derartige Drohnen eine Kennzeichnungspflicht einzuführen. Dabei ist es unerheblich, ob diese privat oder gewerblich genutzt werden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Comment

  1. Sehr geehrter Herr Hinze,

    vielen Dank für Ihren sehr gut recherchierten Artikel – an der Schnittstelle zwischen Versicherungsunternehmen mit ihren Tarifen zur Luftfahrt-Haftpflichtversicherung und den Endkunden erleben wir auf der einen Seite den großen Aufklärungsbedarf rund um die Themen Drohnen-Verordnung, Versicherungspflicht und die verschiedenen Optionen des Versicherungsschutzes und auf der anderen Seite die stetige Weiterentwicklung der Tarife um Mehrgerätedeckung, geeignete Deckungssummen und Schutz bei echten Vermögensschäden. Vor allen Dingen möchten wir das Bewusstsein für das Gefahrenpotential einer Drohne bei gleichzeitig voller Haftung (Gefährdungshaftung) jedes Piloten für Schäden ganz gleich ob verschuldet oder nicht verschuldet schärfen. Auf unserer Plattform http://www.drohnen-versicherung-direkt.de unter dem Punkt FAQs haben wir Drohnenpiloten einen Content mit über 40 Fragen zur Aufklärung zur Verfügung gestellt.

    Mit den besten Grüßen

    Beckersjürgen

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