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Versicherer beklagen miesen Sommer

Versicherer beklagen miesen Sommer

Starkregen, Sturm und Gewitter haben den Sommer 2017 geprägt. Besonders die Versicherer ziehen eine ernüchternde und kostenintensive Bilanz.

Besonders der Starkregen hat für Schäden gesorgt – wenn auch nicht überall.

Keine flächendeckenden Katastrophen

Doch der Sommer war nicht flächendeckend mies. Während nämlich im Norden die Keller voller Wasser liefen, schien im Süden des Landes häufiger die Sonne. Dadurch wurde die Sonnensaison zumindest nicht zu einem schadenträchtigen Rekordsommer. Aber alleine die Tiefdruckgebiete „Rasmund“ und „Paul“ haben bei Versicherungen Kosten in Höhe von 600 Millionen Euro verursacht.

Besonders Landwirte litten im Sommer

Für Landwirtschaftsversicherer allerdings ist das Jahr 2017 zu einem „Überschadenjahr“ geworden. Rund 21.000 Schadensfälle in dieser Saison vermeldete die Vereinigte Hagel. Gemeldet wurden Schäden auf insgesamt 103.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche sowie 419.000 Hektar sonstige Flächen. Insgesamt verzeichnen Landwirtschaftsversicherer Schäden in Höhe von 814 Millionen Euro.

Das miese Wetter begann für die Landwirte bereits im Frühjahr mit strengen Frost, zog sich anschließend durch die komplette Vegetationsperiode. Nach dem Frost im April kam es übergangslos bis September zu Sturm und starken Regenfällen. Die Versicherer kamen in allen Bereichen auf 160 Schadenstage und (alleine beim Inlandsgeschäft) auf eine Gesamtschadenssumme von 116 Millionen Euro.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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