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Vernachlässigt Groko die private Altersvorsorge?

Vernachlässigt Groko die private Altersvorsorge?

Verbraucherschützer kritisieren, dass die Politik Themen der privaten Altersvorsorge und deren Alternative wie die Riester-Rente vernachlässigt. Doch gerade jetzt sollten endlich Standards geliefert werden.

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert einen politischen Neustart für die private Altersvorsorge.

Zu ineffizient

Riester-Produkte sind häufig viel zu teuer und zu ineffizient und stellen deshalb keine wirkliche Alternative dar. Für Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD besteht dringender Handlungsbedarf, so Müller. Allerdings sieht es mehr danach aus, als ob die Groko dieses Thema lieber aussitzt.

Kein GDV-Vorschlag

Dabei ist die Entwicklung eines Standardproduktes als kostengünstigere private Altersvorsorge wichtiger Punkt des Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und der SPD. Dazu wurde auch ein Vorschlag des Versicherungsverbandes GDV erwartet – der jedoch darauf ausdrücklich verzichtete.

Vorsorgekonto bietet höhere Rentabilität

Ein Vorschlag kam stattdessen von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Bei diesem sogenannten „Vorsorgekonto“ handelt es sich auch um ein Basisprodukt für die private Altersvorsorge, allerdings um ein „einfaches, sicheres und kostengünstiges Standardprodukt“ für fast alle Bürger. Das Vorsorgekonto bietet eine höhere Rentabilität als herkömmliche Riester-Lösungen und verzichtet dabei auf komplexe Entscheidungen von den Vorsorgesparern.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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