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Veränderungen zum Jahreswechsel

Veränderungen zum Jahreswechsel

Regelmäßig zum Jahreswechsel sollten Versicherte auf wichtige Veränderungen achten. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat auf die wichtigsten Neuerungen hingewiesen.

Fünf Punkte sorgen hauptsächlich für Entlastungen.

Infoblätter für mehr Durchblick

Eine der größten Neuerungen für den Versicherungsmarkt sind die neuen Informationsblätter, die zu Sach- und Unfallversicherungen sowie bestimmten Lebensversicherungen im Internet von den Versicherern bereitgestellt werden müssen. Dadurch sind Verbraucher unkomplizierter und schneller in der Lage, sich einen Überblick über die Policen zu verschaffen. Diese Informationsblätter müssen einheitlich gestaltet werden und verfügen über Informationen zur Art der Versicherung, der Laufzeit der Police, dem Umfang der gedeckten Risiken sowie über die Höhe und Zahlungsweise der Versicherungsprämie.

Keine staatliche Soforthilfe bei Naturkatastrophen in Bayern

Ab dem 1. Juli 2019 wird der Freistaat Bayern keine staatlichen Soforthilfen mehr bei Naturkatastrophen zahlen. Grund ist das steigende Risiko von Wetterextremen. Staatshilfen sollen außerdem keinen Ersatz für einen fehlenden Versicherungsschutz bieten. Bayerische Hausbesitzer sollten deshalb den Umfang ihrer Wohngebäudeversicherung prüfen.

Arbeitgeberzuschuss auf bAV wird Pflicht

Alle Arbeitnehmer, die bisher mit einem Anteil ihres Bruttolohns freiwillig (und deshalb sozialversicherungsfrei) ein Betriebsrentenmodell finanzierten, erhalten im kommenden Jahr erstmalig Ansprüche auf Arbeitgeberzuschüsse. Diese waren bisher freiwillig. Zu allen bAV-Neuverträgen, die ab 1. 1.2019 abgeschlossen werden, werden Arbeitgeber mit einem Zuschuss in Höhe von 15 Prozent auf den umgewandelten Arbeitnehmerbetrag gesetzlich beteiligt. Für Altverträge gilt dieser Anteil erst ab 2022.

Keine Zusatzbeiträge für Pensionskassen

Aufatmen können auch alle Arbeitnehmer, die nach Ausscheiden in den Ruhestand in eine Pensionskasse eingezahlt haben. Ab 2019 werden für Leistungen aus der Pensionskasse keine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mehr erhoben. Mehr noch: Wer während der vergangenen vier Jahre zu viele Beiträge gezahlt hat, kann diese im Rahmen einer Erstattung zurück fordern.

Mehr Spielraum für Rürup-Rentner

Der steuerliche Höchstbetrag zur Basisrente steigt auf 24.305 Euro. Versicherte mit Rürup-Rente können deshalb einen größeren Teil dieser Beiträge in ihrer Steuererklärung als Sonderausgabe angeben. Neben diesem Höchstbetrag erkennt das Finanzamt 2019 ganze 88 Prozent der eingezahlten Beiträge als Sonderausgaben an. Gemeinsam veranlagte Partner und Ehegatten können diese Beträge verdoppeln.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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