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Untersagung unsinniger Werbung

Untersagung unsinniger Werbung

Wieder Ärger für das Vergleichsportal Check24. Das unterlag bei einem Rechtsstreit gegen die HUK-Coburg und darf nicht mehr mit der „Nirgendwo-Günstiger-Garantie“ werben – will es aber dennoch tun.

Die Richter erkannten einen Verstoß gegen geltendes Recht – das Vergleichsportal bezieht sich aber auf ein anderes Urteil und macht weiter.

Verstoß gegen geltendes Recht

Bereits mehrfach wurde das Vergleichsportal Check24 von Konkurrenten und Versicherern verklagt. Schließlich sind Vergleichsportale eine nicht unerhebliche Konkurrenz zu Vermittlerbetriebe und Versicherungsmakler. Die HUK-Coburg hat nun einen weiteren Rechtsstreit gegen das Vergleichsportal gewonnen. Das Landgericht Köln bezeichnete die „Nirgendwo-Günstiger-Garantie“ von Check24 als „unsinnig“ und als einen Verstoß gegen geltendes Recht.

Transparenz und Verbraucherschutz

Diese Garantie würde schließlich keine nachprüfbaren Fakten wiedergeben. Die Werbung führe Testsiege auf, verzichte aber auf Quellenangaben oder Fußnoten zu den angeblichen Testergebnissen. Die HUK-Coburg begrüßt die Entscheidung im Sinne der Transparenz und der Verbraucherrechte.

Check24 ist unbeeindruckt

Check24 sieht hingegen durch das Urteil „keine praktischen Auswirkungen“. Man werde weiterhin mit der „Nirgendwo-Günstiger-Garantie“ werben – und sieht dabei auch keinen Rechtsverstoß. Check24 verweist hingegen auf ein anderes Urteil desselben Kölner Landgerichts, allerdings vom September 2018. Schließlich hätte das Vergleichsportal auch alle Fernsehsports und Formulierungen eingestellt oder verändert, die damals Streitgegenstand waren.

Check24 will nachbessern

Auch an seinen Tarifnoten will Check24 festhalten. Auch gegen diese Noten versuchte die HUK-Coburg bereits rechtliche Schritte, scheiterte jedoch bisher. Check24 räumte aber ein, dieses Tarifbewertungssystem gemäß den richterlichen Vorgaben anzupassen, und wartet deshalb auf die schriftliche Urteilsbegründung. Weitere Schritte seitens des Versicherers werden hingegen mit Gelassenheit abgewartet. Nach Meinung von Check24 geht es der HUK-Coburg weniger um den Verbraucherschutz, vielmehr um eine Möglichkeit, den Vertriebsweg von Check24 auszubremsen.

Check24, das auch schon rechtliche Erfolge gegen die HUK-Coburg verzeichnet hat, will auch jetzt prüfen, Rechtsmittel gegen das aktuelle Urteil einzulegen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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