Kolumne

Unternehmervollmacht: Schutz vor Fremdbestimmung

Ohne rechtskonforme Vollmacht laufen Unternehmer und Selbstständige Gefahr im Betreuungsfall alles zu verlieren. Durch Krankheit oder Unfall kann dieser Fall absehbar oder überraschend eintreten. Wer darf sich dann qualifiziert um das Geschäft kümmern?

Sind Selbstständige nicht mehr geschäftsfähig, bestimmt ohne Vollmachten ein von Amts wegen bestellter Betreuer über die Geschicke der eigenen Firma. Ist eine Vollmacht vorhanden, darin das Geschäftliche jedoch nicht explizit geregelt, kann das fatale Folgen haben. Vom Betreuungsgericht eingesetzte Berufsbetreuer haben in der Regel weder die Eignung noch die Zeit sich um den Fortgang des Geschäftes zu kümmern. Sie bekommen vom Gericht maximal 3,5 bezahlte Stunden pro Monat zugebilligt.

Mit diesem Zeitkontingent müssen sie sich um die rechtliche und organisatorische Betreuung des Betroffenen kümmern. Dazu gehören Aufenthalt, Gesundheit, gegebenenfalls Pflege, Finanzen, Behördliches und bei Selbständigen eben auch das Geschäftliche. Auch für Unternehmer von Gesellschaften kann das zu Verwerfungen führen. Das operative Geschäft ist meist durch Prokuristen oder weitere Geschäftsführer geregelt. Wer aber vertritt die Geschäftsanteile des unter Betreuung stehenden Gesellschafters? Unter Umständen ein Berufsbetreuer, der keine Ahnung vom Geschäft hat. Besonders fatal ist, dass Ehepartner und Kinder dann nicht mitbestimmen können.

In sechs Monaten in die Insolvenz

Karl F. (Name geändert, Geschichte in Anlehnung an einen wahren Fall), Inhaber einer gutgehenden Schreinerei traf es an einem Vormittag im Januar. Nach einem schweren Schlaganfall liegt der Unternehmer im Wachkoma. Die Verantwortung für die Geschicke des 20-Mann-Betriebs lag nach diesem Ereignis in den Händen eines gerichtlich bestellten, fremden Betreuers.

Der Betreuer war weder vom Fach, noch hatte in irgendeiner Weise unternehmerischen Sachverstand. So wurden Fristen versäumt, Kunden nicht aufgeklärt und kein fachlicher Ersatz für den ausgefallenen Unternehmer und Handwerksmeister eingeführt. Nach einem halben Jahr war der Betrieb insolvent. Hätte eine Vorsorgevollmacht mit Gewerberegelung vorgelegen, hätte das vermieden werden können. So aber durften weder Familienangehörige noch der qualifizierte Schreinermeister des Betriebs eingreifen.

Das macht nicht automatisch der Partner

Die Befugnisse des eingesetzten Berufsbetreuers von Karl F. gehen weit über den Betrieb hinaus. Selbst Ehepartner dürfen in vielen Fällen ihre Partner nicht betreuen. Im Betreuungsfall (Unfall, Krankheit, Alter) treffen Gerichte und Berufsbetreuer Entscheidungen über Gesundheit, Aufenthalt und Vermögen. Ein automatisches Vertretungsrecht des Partners ist ein weitverbreiteter Irrtum. Selbst wenn der Partner von Amts wegen eingesetzt wird, kann das in eine „Betreuungsfalle“ führen.

Mit Vollmachten selbstbestimmt

Mit rechtskonformer Vollmacht und Patientenverfügung bleiben die Menschen im Betreuungsfall selbstbestimmt. Eine eingearbeitete Unternehmervollmacht sichert das eigene Geschäft ab. Rechtsanwälte, Notare und Dienstleister wie Jura Direkt übernehmen die Aufgabe der Vollmachterstellung. Die meisten Menschen sind nicht gut aufgeklärt. Dabei ist das Thema für jeden Einzelnen sehr wichtig.

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Dirk HenkiesKolumne von
Dirk Henkies

  • Vertriebsdirektor der JURA DIREKT GmbH
  • JURA DIREKT ist ein bundesweit tätiger Servicedienstleister, welcher mit kooperierenden Rechtsanwaltskanzleien nach Wünschen des Kunden Vollmachten erstellen lässt

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ist Vertriebsdirektor der JURA DIREKT GmbH. JURA DIREKT ist ein bundesweit tätiger Servicedienstleister, welcher mit kooperierenden Rechtsanwaltskanzleien nach Wünschen des Kunden Vollmachten erstellen lässt.

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