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Umfrage bestätigt Digitalstrategie

Umfrage bestätigt Digitalstrategie

In Sachen Altersvorsorge würde die Mehrheit der Deutschen eher dem klassischen Makler oder Vermittler einem Roboter vorziehen. So zumindest die Ergebnisse der Studie „Leben im Jahr 2029“, bei der es unter anderem um die Zukunftsvorstellungen von Versicherungen in einem Jahrzehnt ging.

Für diese Yougov-Umfrage im Auftrag der Canada Life wurden im Laufe des April in Deutschland mehr als 1.000 Menschen befragt.

Berater bei Altersvorsorge stark gefragt

So werden auch noch in zehn Jahren die meisten Menschen bei Fragen der Altersvorsorge einen klassischen Versicherungsberater bevorzugen. Das Vertrauen in digitale Innovationen scheint vielmehr begrenzt. Mehr als ein Viertel der Befragten würden sich zu ihrer Altersvorsorge ausschließlich auf einen menschlichen Berater verlassen. Fragen zur Altersvorsorge-Beratung bis hin zu einem Policen-Abschluss verbinden die meisten also noch mit einem persönlichen und bedeutenden Versicherungserlebnis. Digitale Lösungen verbinden viele immer noch mit technischen Experimenten.

Jüngere vertrauen digitalen Lösungen

Zeitnah wird sich dies auch nicht so schnell ändern, wie Florian Elert, Professor für Versicherungsmanagement im Fachmagazin „Das Investment“ betonte. Allerdings wird die Akzeptanz digitaler Lösungen zunehmen. Immerhin zeigt die Gruppe der 18- bis 24-jährigen durchaus hohes Vertrauen in Sprachassistenten und digitalen Tools. In dieser Gruppe der Befragten würde lediglich 13 Prozent einen Berater vorziehen.

Berater als Vermittler und Problemlöser

Vom „Vermittler der Zukunft“ wird hingegen erwartet, Probleme mit Versicherungen zu lösen. Rund die Hälfte der Befragten erwartet von digitalen Lösungen eine schnellere Problemlösung sowie einen ständigen Ansprechpartner. Genauso viele hoffen, dass die Beratung über Internet und Apps künftig wesentlich besser auf den Kundenbedarf zugeschnitten ist. Obwohl tatsächlich durch Drittanbieter und soziale Medien personenbezogene Daten künftig noch schneller und besser zugänglich sind, als derzeit, stellt der Datenschutz auch bezüglich einer tiefen Kundenberatung enge Grenzen.

Die Umfrage zeigt klar, dass der Versicherungsvermittler auch in Zukunft ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Ansprechpartner in Sachen Vorsorge bleibt. Digitale Tools und moderne Kommunikation ist dabei kein Widerspruch, sondern sollte sinnvoll und effektiv im Sinne der Kundeninteressen eingesetzt werden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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