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Tu´ es sofort!

Tu´ es sofort!

Wenn wir durch innere oder äußere Umstände von wichtigen Plänen abgehalten werden, besteht die Gefahr, dass die Pläne lediglich Pläne bleiben und letztlich nie umgesetzt werden. Dabei gibt es Möglichkeiten, die „Bremskräfte“ und inneren Blockaden zu beseitigen.

Grundlage, um Projekte und Pläne erfolgreich umzusetzen, ist eine visualisierte und durchdachte Strategie.

Geliebte Ablenkung

Viele kennen das Problem: Man freut sich, großartige Ideen in die Tat umzusetzen. Ein ausgeklügelter Plan, der in intensiver Kopfarbeit vorbereitet wurde und nur noch auf seine praktische Umsetzung wartet. Doch plötzlich verblasst die Idee – weil der Faden verloren wurde, etwa durch Ablenkung, einem unvorhersehbaren Ereignis oder einfach aus Bequemlichkeit.

Vorsicht vor dem „inneren Schweinehund“

Ideen und Geistesblitze basieren in den meisten Fällen auf Impulse, die von außen kommen: durch Vorträge, Fernsehsendungen oder während wir gute Bücher lesen. Wenn diese Impulse euphorisieren und für Unruhe sorgen, kann die Umsetzung der Ideen kaum abgewartet werden. Unmittelbar darauf kommt es aber nicht selten zu ernüchternden Effekten, nämlich zur Diskrepanz zwischen gewünschtem „Willen“ und dem realistischen „Können“. Eine Diskrepanz, in der sich besonders der „innere Schweinehund“ wohlfühlt.

Nix „erstmal“!

So bezeichnen wir zumindest die inneren, psychischen „Bremskräfte“, die uns und unseren Ideen die besten Motivationen und Emotionen rauben. Das können sowohl innere, wie auch äußere Bremskräfte sein. Obwohl wir von der Idee und dem Plan der Umsetzung begeistert sind, finden sich in konkreten Situationen immer „plötzliche“ Gründe, dass es nicht klappen will. Aber auch äußerer Gründe – eine plötzliche „wichtige Angelegenheit“, ein dringender Anruf oder eine wichtige Kundenbeschwerde – werden von unserem „inneren Schweinehund“ gerne zum Anlass genommen, die eigentlich wichtigeren Dinge „erstmal“ zu vernachlässigen.

Aufgeschoben ist meistens bereits aufgehoben

Doch wenn Dinge angehalten werden, geht es in den meisten Fällen nicht weiter. Es geht einfach nicht mehr los – und wenn wir Erfahrungen mit derartigen festgefahrenen Situationen haben, wird dieser augenblickliche Misserfolg nicht selten zu einer liebgewonnenen, erfahrenen Gewohnheit. Die Umsetzung unserer Idee wird dann „lieber“ auf die lange Bank geschoben, getreu dem Motto: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ein Teufelskreis, der dennoch leichter zu durchbrechen ist, als wir glauben. Nämlich mit Selbstdisziplin. Selbstdisziplin kann aber nur entstehen, wo keine Angst vor Veränderung herrscht. Denn solange eine Idee entwickelt und umgesetzt wird, befinden wir uns in einer gewohnten, unveränderten Umgebung und Situation. Gelingt es uns jedoch die Umsetzung, könnte sich Erfolg einstellen – und somit entsteht für manche (mehr oder weniger) eine veränderte Situation, die ungewohnt ist.

Selbstdisziplin als Schlüssel zum Erfolg

Je länger man also mit der Umsetzung eines Planes wartet, umso weniger Chancen hat unser Selbstdisziplin, die Oberhand über unsere Handlung zu erlangen. Je länger man wartet und die Fantasien um unsere Idee genießt, umso mehr Raum bekommt der „innere Schweinehund“. Der psychologische Trick besteht in der Fähigkeit, uns selbst und bestimmte Situationen zu beobachten. Der fundamentale Schlüssel zum Erfolg liegt in unserer Initiative, den Prozess der Ablenkung zu durchbrechen, die momentane Situation zu analysieren und die Strategien zu visualisieren.

Coach hilft viel

Wer dazu nicht fähig ist, sollte sich einen Partner dazu holen. Einen Coach, der die Entwicklung unserer Aktivitäten beobachtet, analysiert und qualifizierte Unterstützung leistet. Damit vertreibt der Coach effektiv diesen „inneren Schweinehund“ – und wir werden ständig mit dem Wesentlichen konfrontiert. Ein guter, professioneller Coach wird zum festen Bestandteil des Plans und hilft sogar, wenn das Projekt bereits abgeschlossen wurde und sich daraufhin der Erfolg einstellt.

Sollte es dennoch mit dem Selbstdisziplin oder der Hilfe des Coachs nicht klappen, dass Projekt umzusetzen, könnte es auch an etwas anderem liegen: Wenn nämlich nicht wirklich echter Willen und einen aufrichtigen Wunsch zur Umsetzung gibt, kann jedes Projekt scheitern. In solchen Fällen liegt das Scheitern oft daran, dass wir uns selbst nicht richtig von unseren Ideen überzeugt haben.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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