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Telematik-Policen bisher nur Nischenprodukte

Telematik-Policen bisher nur Nischenprodukte

Attraktive Telematik-Tarife werden zwar immer häufiger angefragt, fristen jedoch bei deutschen Versicherern ein ausgesprochenes Nischendasein. Mittlerweile bieten lediglich elf Versicherer ihren Kunden Tarifmodelle an, die das individuelle Fahrverhalten überwachen und sicheren Fahrern Rabatte versprechen.

Im vergangenen Jahr gab es noch 14 Anbieter, die Telematik-Tarife angeboten haben.

Immer noch Streit um Datenhoheit

Die größten Telematik-Versicherer in Deutschland, die Allianz und die Huk, verfügen gerade mal über 150.000 aktiven Policen. Und diese sind ausschließlich jungen Fahranfängern vorbehalten. Der potenzielle Kundenkreis wird also stark eingeschränkt und richtet sich nicht einmal an die Kerngruppe der meisten Interessenten. Ebenfalls ein Knackpunkt ist der Datenschutz: Versicherer und Automobilkonzerne streiten sich immer noch um die Datenhoheit. Eine umfassende Marktdurchdringung ist somit nicht möglich.

Vorsicht vor Sanktionen!

Manche aktive Telematik-Nutzer sind außerdem ziemlich ernüchtert. Denn die beworbenen Rabatte bis zu 30 Prozent sind Spitzenwerte, die nur die wenigsten Fahrer auch tatsächlich erreichen. Manche Tarife können sogar teurer werden als die klassischer Versicherungsmodelle: wenn nämlich eine schlechte Fahrweise vom Versicherer sanktioniert wird. So müssen Versicherte der CosmosDirekt mehr zahlen, wenn der Telematik-Score abrutscht.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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