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Studie zur Maklernachfolge

Studie zur Maklernachfolge

Die große Frage von Maklern bei der Suche nach Ruhestandregeln: Was bringen die zu veräußernden Bestände? Welchen Preis müssen Nachfolger zahlen? Dazu startete eine wissenschaftliche Umfrage.

An der Studie der Leipziger Versicherungs- und Maklerforen können sich Vermittler und Makler beteiligen.

Mangel an Offerten

Die Studienmacher gehen davon aus, dass es aufgrund der demografischen Entwicklung und einer zunehmenden Regulatorik zu einem erhöhten Angebot an freien Beständen kommt, für die es an attraktiven Kaufangeboten mangeln könnte. Zur Zeit befinden sich rund 47.000 Versicherungsmakler sowie untergeordnete Handelsvertreter auf dem deutschen Markt. Dabei wird von 20.000 bis zu 30.000 Maklerbetrieben ausgegangen.

Demografischer Engpass

Dabei wird davon ausgegangen, dass besonders zunehmend ältere Makler lediglich ihre Gewerbeaufsicht nur deshalb aufrechterhalten, weil sich für sie keine passende Nachfolge findet. Dafür sprechen auch Zahlen, die von der BBG Betriebsberatungs GmbH jährlich erhoben werden. So ist der Anteil jener Makler, die erst mit 70 Jahren oder später ihren Betrieb aufgeben wollen, innerhalb der vergangenen fünf Jahre um über 5 Prozent gestiegen. Demografisch scheiden mehr Makler aus dem Berufsleben aus, als nachrückende jüngere Jahrgänge vorhanden sind.

Sensibles Thema

Alleine durch die stets komplexeren Steuervorschriften sowie veränderter Regulatorik und Berufsregeln sind die Anforderungen an die Maklertätigkeit erheblich angestiegen. Dazu kommt der rigorose Datenschutz, der insbesondere für Versicherungsmakler ein sensibles Thema ist. Der Datenschutz würde ganz besonders auch das Thema Bestandsverkauf betreffen.

Erfolgsfaktoren interessieren

Die Studie wird durchgeführt von den Versicherungsforen Leipzig GmbH und den Maklerforen Leipzig GmbH. Wissenschaftlich betreut werden Umfrage und Studie von den Professoren Dr. Matthias Beenken und Dr. Michael Radtke, beide Fachhochschule Dortmund. Besonders interessiert sie die Frage, welche Erfolgsfaktoren für einen gelungenen Verkauf ausschlaggebend sind. Es geht aber auch um Zahlen, wie viele Transaktionen an Verkäufen von Maklerfirmen und Maklerbeständen stattfinden – und wie viele scheitern.

Anonyme Erhebung

Sowohl der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK), der Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler e.V (BDVM) sowie die Charta Börse für Versicherungen AG unterstützen die Studie und rufen alle Betroffenen auf, sich an dieser Umfrage zu beteiligen. Angesprochen fühlen sollten sich alle Makler, die entweder selbst einen Bestandskauf, bzw. einen Bestandsverkauf durchgeführt haben, oder aber die bei einem solchen Vorhaben gescheitert sind. Die Daten werden anonym erfasst, auf Wunsch erhalten aber alle Teilnehmer eine Zusammenfassung der erzielten Ergebnisse.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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