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Strukturierte Kommunikation im Home Office

Strukturierte Kommunikation im Home Office

Im Home Office geraten besonders ruhige Mitarbeiter nicht selten ins Abseits – dabei wird bei der Kommunikation über Messenger und Chat-Plattformen weder Selbstbewusstsein noch Durchsetzungsvermögen benötigt.

Chats bieten Struktur und straffe Information mit der Konzentration auf das Wesentliche.

Die besten Chat-Lösungen

Chatprogramme und Messenger-Dienste sind das kommunikative Zentrum zwischen dem Home Office und der Firma. Allerdings verunsichert die Fülle unterschiedlicher Lösungen am Markt und deren verwirrender Funktionsumfang. Das Handelsblatt fragte deshalb bei etwa 30 DAX-Konzernen nach, für welche Lösung man sich da entschieden hat.

Verwendung hat zugenommen

Chatprogramme werden nicht erst seit der Corona-Pandemie von Firmen eingesetzt. In weiten Bürostrukturen chatteten Mitarbeiter häufig bereits, um umständliche Wege zum Kollegen zu sparen oder um einfach nur schnelle Verabredungen oder Anfragen zu klären. Dennoch hat in der Krise die Verwendung von Kommunikationstools deutlich zugenommen. So hat sich die Verwendung von Chats bei der Lufthansa gar „verdoppelt“, bei BMW und der Deutschen Bank „signifikant erhöht“. Nur bei der Allianz wurde „keine erhöhte Nutzung“ festgestellt.

Microsoft Teams am beliebtesten

Das Chemieunternehmen Bayer verdeutlicht die Auslastung der Kommunikation über virtuelle Kanäle: Der Konzern verzeichnet rund 70.000 Videokonferenzen mit zwei Nutzern, bzw. 35.000 Meetings mit mehreren Personen – pro Tag! Bayer verwendet dazu das Tool Teams von Microsoft, das derzeit beliebteste Chatprogramm deutscher Großkonzerne.

Slack ist abgeschlagen

Auch die meisten DAX-Konzerne nutzen Microsoft Teams, gefolgt von der Plattform Skype (ebenfalls aus dem Hause Microsoft). Auf dem dritten Platz bewegen sich andere (wie Google Hangouts) oder firmeneigene Programme. Der eigentliche Pionier betrieblicher Messenger, die seit 2013 weltweit agierende Chatplattform Slack genießt in Deutschland relativ wenig Popularität, lediglich vier Firmen gaben an, Slack „lediglich in Teilbereichen“ zu verwenden.

Microsoft 265 wächst an der Krise

Vorteil von Microsoft Teams ist es sicherlich, Bestandteil der weitverbreiteten Büro-Suite „Microsoft 365“ (vormals: Office 365) zu sein, was natürlich einen deutlichen Marktvorteil sowie einen erheblichen Nutzen für Kunden von Microsoft darstellt. Praktisch ist dabei, dass zu diesem Softwarepaket immer noch „Outlook“ gehört, ein Programm zu Verwaltung der Mailkommunikation. Denn trotz Messenger und Chats haben klassische E-Mails immer noch nicht ausgedient. Besonders in traditionellen Branchenwelten, wie in Versicherungen und Banken, gehören Mails weiterhin zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln. Allerdings: je jünger das Durchschnittsalter der Belegschaft, umso untergeordneter die Rolle der Mails.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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