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Stabile Solvenzquoten deutscher Lebensversicherer

Stabile Solvenzquoten deutscher Lebensversicherer

Bereits zum dritten Mal untersuchten Versicherungsexperten die Solvenzquoten deutscher Lebensversicherer. Durchschnittlich um 9,57 Prozentpunkte verbesserte sich dieser Wert – allerdings merken davon die Versicherten einiger weniger Lebensversicherungen kaum etwas.

Grundsätzlich haben die deutschen Versicherer jedoch zum erneuten Mal diesen Solvenztest bestanden.

Wichtige Transparenzdaten für Aufkäufer

An dieser dritten Auflage der Solvenzberichte im Auftrag von Policen Direkt, einem führenden Aufkäufer von Lebensversicherungspolicen und Investor deutscher Zweitmarktpolicen, wurden insgesamt 84 Lebensversicherer analysiert. Besonders für den nachhaltig erfolgreichen Ankauf von Lebensversicherungen ist es wichtig, über die Transparenzdaten der auf dem Markt aktiven Lebensversicherer zu verfügen. Policen Direkt verwaltet etwa 12.000 Lebensversicherungsverträge.

Nur wenige bieten klassische Garantien

Henning Kühl, Chefaktuar von Policen Direkt, ist sich sicher, dass diese Stabilität ursächlich in der Neuregelung der Zinszusatzreserven und der damit verbundenen Quotenverbesserung liegt. Dazu kommt, dass das Neugeschäft sich immer mehr von klassischen Garantien trennt. Immerhin 36 Versicherer geben durchaus noch klassische Garantien.

Solvenzberichte sind Geschäftsgrundlage

Die Solvenzquote und die auf Versicherungsgesellschaften bezogenen Solvensberichte werden einmal jährlich veröffentlicht und bieten den Kunden Auskunft über die Sicherheit der Garantien. Die Solvenzberichte vermitteln Vertrauen in Stabilität und Krisenfestigkeit eines Versicherers – oder aber bei negativen Zahlen das Gegenteil.

Mehrheit erhält Bilanzierungshilfen

Immerhin 66 der analysierten Versicherer benötigen immer noch die dafür von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgesehenen Bilanzierungshilfen. Stabile Quoten bei Verzicht dieser Hilfe können eben nur lediglich wenige, ganz besonders finanzstarke Versicherer nachweisen. Nur 27 Versicherer können das.

Überwiegend finanzstark

27 Versicherer verfügen über eine Nettoquote von 150 bis 300 Prozent und gelten damit als ausreichend finanzstark, auch für extremere Versicherungsszenarien gerüstet zu sein. Und 36 Lebensversicherer weisen eine Nettoquote von über 300 Prozent vor und sind aufgrund ihrer ausgezeichneten Solvenzkapitalausstattung in der Lage, ihren Kunden, beispielsweise durch Überschüsse oder Garantien im Neugeschäft, höhere Leistungen anzubieten.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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