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Sparen in der Finanzberatung

Sparen in der Finanzberatung

Finanzberater müssen auf die veränderten Rahmenbedingungen der künftigen Finanzberatungen eingehen und dürfen gleichzeitig nicht die Kundenerwartungen vernachlässigen.

Alleine mit der Einhaltung von Kostentransparenz ist es jedoch nicht getan.

Vorsichtige Kunden

Bei der Auswahl von Investmentprodukten rücken die Kosten immer mehr in Vordergrund. Dabei kommen leider zwei Negativkriterien gleichzeitig zum Tragen: die immer anspruchsvollen regulatorischen Hürden sowie, natürlich, die niedrigen Renditen des europäischen Kapitalmarktes. Dazu kommen vorsichtige Kunden und ein erweiterter Verwaltungsaufwand für Vertrieb und Beratung.

Wind weht rau

Für Vermittler ist das Wetter auf dem Markt erheblich rauer geworden. Ob Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) oder MiFID II, die sich ständig noch wandelnde Digitalisierung sowie das anhaltende Niedrigzinsumfeld sorgen dafür, dass der Wind dem Vertrieb frontal entgegen weht. Diese Bedingungen erfordern von den Akteuren eine Strategieänderung.

Kostentransparenz nicht vernachlässigen

Um die Kostentransparenz der Zukunft sicherzustellen, sollte für Anlageprodukte eine klare Trennung zwischen den Beratungs- und den Verwaltungskosten für das Portfoliomanagement erfolgen. Werden diese unterschiedlichen Kosten für die Kunden klar ausgewiesen, kann die künftige Beratung unabhängiger und qualitativ hochwertiger erfolgen.

Kundenbeziehungen ausspielen

Auch die Kundenbeziehungen müssen künftig eine stärkere Rolle spielen. Vermittler, die lediglich Portfolios managen, sind nicht so stark gefragt wie Berater, die die Rolle eines Finanzcoaches spielen und es verstehen, dem Kunden als Finanzplaner in allen Finanzfragen zur Seite zu stehen. Dadurch entstehen im Bereich der Vermittlung interessante Synergien.

Strategie mittels Asset Allocations

Unbedingte Voraussetzung für eine solche allumfassende Beraterfunktion ist der Aufbau eines global breit gestreuten, langfristig und solide aufgestellten Portfolios, das dem individuellen Risikoprofil der Kunden entspricht. So ein Portfolio kann bereits durch passive Bausteine aufgebaut werden. Dadurch kann der Beratungsaufwand vereinfacht werden und selbst unbequeme Anpassungen wie das Rebalancing fallen durch den Aufbau strategischer Asset Allocations wesentlich leichter.

Passive Produkte bieten Transparenz und unkomplizierte Anpassungen. Und sie erfordern weniger Kosten als aktiv gemanagte Produkte.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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