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Soziale Medien richtig nutzen

Soziale Medien richtig nutzen

Viele Selbstständige und Freiberufler sind mit ihrer sozialen Mediennutzung überfordert. Wer soziale Plattformen wirklich effektiv für seinen Erfolg nutzen will, muss sich sortieren.

Jedes Portal und seine Nutzer haben einen eigenen Anspruch – und verfügen über ganz eigene Erwartungshaltungen.

Social Marketing

Die Vertriebsvorstufe Marketing wird erst dann erfolgreich und effektiv, wenn die Marketingmaßnahme in einen Kontext gesetzt wird und die Kanäle entsprechend gewählt wurden. Aber genau das scheint für viele ein Problem zu sein: Welcher social-media-Kanal steht für welchen Anspruch und für welche Zielgruppe?

Nie langweilen, nie enttäuschen

So ist zu erklären, dass viele Plattformen für Nutzer unattraktiv werden. Wenn nämlich bestimmte Kanäle für die falschen Inhalte genutzt werden, wird die Erwartungshaltung der Empfänger enttäuscht. Und die ist durchaus unterschiedlich, aber aufgrund der Intention der Social-Media-Plattformen durchaus durchschaubar: So werden auf facebook Inhalte erwartet, die im persönlichen Umfeld der „Freunde“ geteilt und diskutiert werden, auf LinkedIn und Xing geht es überwiegend um geschäftliche Kontakte und berufliche Informationen. Instagram (von facebook), mit rund 15 Millionen deutschen Nutzern hier momentan das größte soziale Netzwerk, möchte inspirieren und die schnelle Kommunikation zwischen Freunden fördern.

Ärger vermeiden

Wer also über soziale Medien hauptsächlich unterhalten und informiert werden will, fühlt sich von Hinweisen und Werbung zu Produkten oder Dienstleistungen schnell genervt. Und wer soziale Plattformen für sein Marketing und Vertrieb zweckentfremdet, verschenkt Zeit und nervt seine Freunde, Follower und Kontakte. So kann der Pitch nicht treffen und sorgt für unnötigen Ärger.

LinkedIn liebt den Pitch

Dieselbe Kampagne auf LinkedIn (derzeit rund 25 deutsche Nutzer) kann allerdings für völlig andere Effekte sorgen – nämlich für Interesse und Erfolg. Der Zweck und die Zielgruppe von LinkedIn ist nämlich eine gänzlich andere als Instagram. Menschen, die über LinkedIn verbunden sind, interessieren sich grundsätzlich für einen Pitch. Auf LinkedIn stehen nämlich die Business-Interessen im Vordergrund, die Nutzer dort sind offen für neue Produkte und Angebote.

Soziale Medien kombinieren

Wer sich von LinkedIn angesprochen fühlt, muss aber auf Instagram (und andere) nicht verzichten. Denn am meisten Erfolge versprechen Kombinationen mehrerer Kanäle – allerdings nicht mit den identischen Kampagnen. Es sollte auf LinkedIn um die Kernpunkte des Geschäftes gehen – und auf Instagram eher um das Produkt und Emotionen um den Pitch. Während der Versicherer über LinkedIn eher die Vertriebler auf bestimmte Produkte aufmerksam machen würde, sollte über Instagram die Zielgruppe des Produktes angesprochen werden.

Zentraler Medienpunkt

Wer mit mehreren Kanälen arbeiten will, sollte eine zentrale Seite mit ausführlichen Produktinformationen betreiben, auf deren Inhalte entsprechend verlinkt werden kann, beispielsweise ein Online-Portal oder ein Weblog. Sinnvoll ist auch dabei, für eine Trennung zwischen Informationen, die den Verkäufer/ Vertrieb interessieren sowie Informationen für Kunden/ die Zielgruppe zu sorgen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, aus der unmittelbaren Sicht der betreffenden Zielgruppe zu agieren: Auf Business-Plattformen wie LinkedIn und Xing kann es durchaus formell zugehen, um Geschäfts- und Vertriebspartner zu interessieren und zu motivieren, Kontakt aufzunehmen. Auf Facebook und Instagram darf es hingegen etwas persönlicher und privater gehalten werden.

Mediale Rundumblicke ermöglichen

Nicht vergessen werden darf die Tatsache, dass viele unserer Kontakte über alle sozialen Medien mit uns verbunden sind – auch da drohen ärgerliche Abnutzungseffekte, wenn die identische Kampagne über zeitgleich versendet wird. Wer sich hier Mühe macht und zielgruppen-optimiert publiziert, bietet seinen Kontakten einen interessanten Rundumblick, der Gesamtbild und -eindruck positiv fördert.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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