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Soziale Alternative für Beamte

Soziale Alternative für Beamte

Neues zu einem interessanten Pilotprojekt: Rund 1.000 Beamte der Hansestadt Hamburg haben seit August letzten Jahres die Möglichkeit genutzt, sich in der gesetzlichen Krankenkasse versichern zu lassen. Dafür gab es Zuschüsse – die tatsächlichen Kosten sind bisher jedoch geringer ausgefallen, als angenommen.

Dennoch sei die Nachfrage sehr groß, aktuell werden weitere Anträge von Beamten bearbeitet.

Weitere Anträge in Bearbeitung

Das Pilotprojekt läuft bereits rund ein halbes Jahr. Beamte haben dabei die Möglichkeiten, bei einem Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung Zuschüsse zu erhalten. Wie die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz mitteilt, haben bereits zum Ende Januar exakt 1.015 Beamte diese Möglichkeit ergriffen; weniger als ursprünglich kalkuliert. Das Interesse sei jedoch ungebrochen, weitere Anträge würden derzeit bearbeitet.

Interesse unterschiedlich

Erste Auswertungen zeigen jedoch, dass das Interesse der Hamburger Beamten unterschiedlich stark ist. Etwa die Hälfte aller Beamten im allgemeinen Verwaltungsdienst haben sich für die pauschale Beihilfe entschieden, der Anteil höherer Besoldungsgruppen fällt jedoch geringer aus. So beträgt die Quote der beamteten Lehrer lediglich 20 Prozent. Für Polizeibeamte und Feuerwehrleute gibt es gar keinen Wechselgrund, da diese Beamte die freie Heilfürsorge erhalten.

sozial-gerechte Alternative

Die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks hält die Tatsache, dass sich gerade die unteren Besoldungsgruppen für die pauschale Beihilfe entscheiden, für positiv. Es würde verdeutlichen, dass zur bisherigen Beihilfe eine sozial-gerechte Alternative nötig sei. Das Projekt hat dem Stadtstaat mittlerweile rund eine Million Euro gekostet. Eingeplant wurden jährliche Kosten von 5,8 Millionen für kalkulierte 2.400 Beamte.

Weitere Länder interessiert

Auch andere Bundesländer sind an diesem Hamburger Modell interessiert. Ähnliche Pilotprojekte laufen derzeit in Berlin, Brandenburg und Thüringen. Weitere Länder sollen folgen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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