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So stark sind die Vermittler von der Corona-Pandemie betroffen

So stark sind die Vermittler von der Corona-Pandemie betroffen

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat Mitglieder in einer onlinebasierten Folgeumfrage gefragt, ob sich die Befürchtungen der starken Umsatzeinbußen vom Frühjahr bei Vermittlern aufgrund der Corona-Krise bewahrheiten.

Dabei kam heraus, dass sich die Umsätze bei 62 % der teilnehmenden BVK-Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert haben. Waren es bei der Vorumfrage im April noch 38 % an Umsatzeinbußen, so sind es jetzt aber nur noch durchschnittlich 20 %.

Das Gros der Versicherungskaufleute befürchtet dennoch Liquiditätseinbußen. Denn fast 64 %  der Exklusivvermittler erwarten Rückgänge bei Bonifikationen in 2020. Nach Analysen den BVK machen diese immer noch bei vielen Exklusivvertrieben einen wesentlichen Bestandteil des Einkommens aus. Und genau das sieht der BVK kritisch. Der Verband fordert stattdessen eine Vergütung und Kompensation ausschließlich über vertragsbezogene Provisionen. Über dieses Jahr hinaus drohen nun also existenzielle Einschnitte. Weitere 31,5% befürchten zudem auch noch negative Auswirkungen für die eigene private Altersvorsorge.

Positiv ist jedoch, dass die Umfrageergebnisse keinen Hinweis auf ein Vermittlersterben durch die Folgen der Corona-Krise geben. Lediglich 2,5 % der befragten Vermittler planen bisher einen Marktaustritt bzw. einen Ruhestand. „Ein möglicher Grund hierfür könnte sein, dass die Vermittler aufgrund der wirtschaftlichen Situation gezwungen sind, weiterhin zu arbeiten“, betont BVK-Präsident Heinz. „Trotz einer leichten Entspannung im Vergleich zur Vorumfrage bleibt die Situation in vielen Vermittlerbetrieben unsicher. Zudem werden sich Einbußen bei den Bestandsprovisionen erst zeitversetzt zeigen. Die Vermittler sollten deshalb intensiv und rechtzeitig Gegenstrategien vor einer erneuten Verschärfung der Pandemie ergreifen.“

Fast 80% der Befragten sind mit der bisherigen Unterstützung des BVK in der Corona-Pandemie zufrieden. Diese unterstütze zum Beispiel durch die Beratungs-Soforthilfe. Allerdings gaben dies wiederum nur Zweidrittel der Vermittler in Bezug auf die Versicherer an.

Es beteiligten sich 943 BVK-Mitglieder an der Umfrage. Davon sind 90 % Exklusivvermittler, 4 % Mehrfachvertreter und 6 % Makler. Die Auswertung der Umfrage fand in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Matthias Beenken von der Fachhochschule Dortmund statt.

Projektleitung für den Finanz- und Versicherungsverlag

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