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So hilft ein Ball, Stress abzubauen

Ihr Kollege im Büro nervt mit seinen Marotten zum aktiven Stressabbau? Schenken Sie ihm einen Anti-Stressball. Studien belegen, dieses unscheinbare Hilfsmittel kann zur wahren Wunderwaffe werden – im Kampf um den Bürofrieden.

Im Laufe des Lebens entwickelt jeder Mensch eine individuelle Strategie, aktiv Stress abzubauen. Im Arbeitsalltag werden allzu gern Hilfsmittel wie Kugelschreiber genutzt. Das nervöse Klacken mag kurzfristig entstressen – raubt den Kollegen, die sich das Büro teilen jedoch schnell den letzten Nerv. Ähnlich negativ können sich wackelnde Beine, kippelnde Stühlen und trommelnde Fingernägel auf die Harmonie unter Sitznachbarn auswirken.

Kleiner Ball, große Wirkung

Angestauten Stress zu ignorieren, kann auf Dauer krank machen. Seinen Ärger an Kunden und Kollegen auszulassen oder am Ende des Tages mit nach Hause zu nehmen, ist auch keine Lösung. Abhilfe schaffen kann ein sogenannter Anti-Stressball (oder Wutball). Dieses nützliche Gadget ist für wenige Euro zu haben – eine Investition, die sich nachweislich bezahlt macht. Mehrere Studien zum Thema Stressabbau haben die positive Wirkung von Anti-Stressbällen auf den Körper belegt.

In Stresssituationen wird der Ball geknetet, gequetscht und gedrückt, bis sich Denkblockaden lösen, sich die Konzentration verbessert und die Anspannung spürbar nachlässt. Dabei gilt es zu beachten: Rechtshänder sollten den Ball mit der linken Hand bearbeiten – und andersherum. Das hat der Sportpsychologe Jürgen Beckmann von der TU München bei seiner aufwändigen Untersuchung herausgefunden. Seine Probanden waren Fußballspieler, Basketballer, Volleyballer und Kampfsportler. Diejenigen, die vor einem Wettkampf einen Stressball genutzt haben, konnten nachweislich bessere Leistungen erzielen.

Der Urmensch in uns

Die positive Wirkung eines Anti-Stressballs lässt sich auch im Büroalltag erzielen. Kommt man gerade von einem schwierigen Kundentermin, steht ein wichtiges Telefonat bevor, wächst einem die Arbeit über den Kopf, hilft das Kneten und Quetschen, wieder zur inneren Mitte zu finden.

Die Begründung: Stress ist nichts anderes, als angestaute Energie, die freigesetzt werden muss. Wittert unser Körper Stress oder Gefahr, schüttet er Adrenalin und Cortisol aus – er versetzt sich augenblicklich in höchste Alarmbereitschaft. Unseren Urahnen hat diese Reaktion ermöglicht, schnell wegzurennen oder zu kämpfen. Auch heute noch sollten wir auf Stress mit Bewegung reagieren. Doch nicht in jeder Situation ist es uns möglich, um den Block zu rennen oder auf einen Boxsack einzuschlagen. Ein Anti-Stressball, der mit voller Kraft bearbeitet wird, ist eine gute Alternative, für zwischendurch.

Rebecca Schwab, Jahrgang 1988, ist ausgebildete Online-Redakteurin.
Seit Mai 2016 ist sie für den Finanz- und Versicherungsverlag tätig.

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