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Seriöse und unseriöse Mailadressen

Seriöse und unseriöse Mailadressen

Eine Mailadresse ist mittlerweile Grundlage digitaler Kommunikation und für manche wichtiger als die Postadresse. Allerdings sorgt der Klang dieser Adresse für den ersten Eindruck. Besonders bei Bewerbungen können die formalen Kriterien über Ausschluss und Erfolg entscheiden.

Eine Forschungsgruppe untersuchte die Auswirkungen dieser Wahrnehmung und die Konsequenzen für Absender und Empfänger.

Der erste Blick entscheidet

Ob eine Bewerbung überhaupt von den Personalern oder der Geschäftsleitung gelesen wird – oder aber umgehend eine Absage erfolgt – entscheidet sich oft bereits nach dem ersten Blick. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die verwendete E-Mailadresse. Enthält diese etwa Fantasienamen, Slang-Ausdrücke oder undefinierbare Abkürzungen, gilt der Bewerber als unseriös oder selbstvergessen.

Auf die Wahrnehmung kommt es an

Eine Forschungsgruppe der Universität Amsterdam hat in einer Studie die Auswirkungen der Mailadressen auf die Wahrnehmung der Empfänger untersucht. Tatsächlich sind die Auswirkungen einer „unseriösen“ Mailadresse im Vergleich ähnlich negativ wie vorhandene Rechtschreibfehlern oder die Verwendung unangemessener Schriftarten.

Schlechter Eindruck

Im Rahmen dieser Studie wurden rund 70 Personaler und Recruiter gebeten, in einem fiktiven Bewerbungslauf anhand von sechs verschiedenen Bewerbungen die jeweiligen Bewerber nach Intelligenz, Persönlichkeit sowie allgemeiner Erscheinung der Bewerbungsunterlagen zu bewerten – in einer Skala von 1 bis 6. Dabei wurden die Absender mit „unseriösen“ Mailadressen eine ganze Bewertung schlechter bewertet – nur aufgrund ihrer Mailadresse.

Klare Adressen vermitteln Seriosität

Bereits frühere Studien haben bewiesen, dass eindeutigere Mailadressen automatisch auch mit einer höheren Sorgfalt, Seriosität und Zuverlässigkeit der Absender assoziiert werden. Die Forscher raten deshalb dazu, nicht nur bei der Jobsuche klare Mailadressen zu verwenden, die auf dem vollen Namen des Besitzers basieren.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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