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Retourkutsche für HUK-COBURG

Retourkutsche für HUK-COBURG

Regelmäßig beschäftigt sich das Vergleichsportal Check24 mit der HUK-COBURG; allerdings überwiegend juristisch. Kürzlich ging es um die Kündigungsklausel der HUK24.

Das Berliner Landgericht gab in diesem Fall Check24 recht und sprach eine einstweilige Verfügung aus.

Verstoß gegen geltendes Recht

Der juristische Konflikt drehte sich um eine Kündigungsklausel der HUK-COBURG-Onlinetochter HUK24. Demnach können die HUK24-Kunden ihre Versicherungsverträge nur über ein HUK24-Formular auf der Webseite des Versicherers kündigen und nicht per Mail. Der Direktversicherer halte sich vor, Kündigungen per Mail zurückzuweisen. Nach Meinung des Vergleichsportals Check24 eindeutig ein Verstoß gegen geltendes Recht.

Kündigungen auch per Mail und Fax

Laut Gesetz darf zu Kündigungen keine strenge Vereinbarung als die Textform vorausgesetzt werden. Somit wäre eine Kündigungserklärung auch dann gültig und zu akzeptieren, wenn diese per Mail oder Fax übermittelt wird. Die Vereinbarung einer ausschließlichen Kündigung mittels vorgefertigter Formulare sei deshalb unwirksam.

Juristische Wettkämpfe

Mittlerweile scheinen beide Parteien ihre AGBs durch ihre jeweiligen Justiziare sehr genau prüfen zu lassen. Erst Mitte Februar hat das Landgericht Berlin eine Klage der HUK-COBURG gegen den „Kündigungsservice“ von Check24 beurteilt und dem Versicherer recht gegeben.

Die einstweilige Verfügung erging dem Versicherer im „einstweiligen Rechtsschutz ohne Anhörung per Beschluss“. Dieser kann durchaus gegen die Verfügung Rechtsmittel einlegen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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