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Provisionsdeckel für Lebensversicherungen vom Tisch?

Provisionsdeckel für Lebensversicherungen vom Tisch?

Nach Ansicht des Bundesverbandes deutscher Versicherungskaufleute (BVK) soll der sogenannte „Provisionsdeckel“ nur noch für Restschuldversicherungen angewendet werden. So wären nicht nur Versicherungsmakler und Exklusivvermittler von dieser Neuregelung befreit.

Nach Ansicht des BVK-Präsidenten könnte das ungeliebte Thema noch in diesem Jahr beendet werden.

Notwendige Lobbyarbeit

Die Argumente für diese Einschränkung wurden in einer 16-seitigen Stellungnahme aufgestellt, die vom BVK an alle Mitglieder des Bundestags-Finanzausschuss versendet wurde und das als Resultat einer notwendigen Lobbyarbeit gegen die Einführung des Provisionsdeckels zu sehen ist. Diese „BVK-Stellungnahme zur Deckelung von Abschlussprovisionen in der Lebensversicherung“ ist öffentlich.

Marktversagen bei Restschuldversicherungen

Die betreffenden Restschuldversicherungen werden hauptsächlich von Banken verkauft. Die Provisionen derartiger Produkte betragen bis zu 80 Prozent der laufenden Versicherungssummen. Nach Ansicht von Michael Heinz, Präsident des Bundesverbandes deutscher Versicherungskaufleute, handelt es sich angesichts dieser Höhe um ein „regelrechtes Marktversagen“.

Wink mit dem Zaunpfahl

Heinz betont, dass der BVK mit vielen Parteien gesprochen und für seine Argumente geworben hätte. Laut Michael Heinz hätten, ohne dabei jedoch konkrete Namen zu nennen, „maßgebliche Politiker“ dem BVK zugesichert, das Thema Provisionsdeckel für Lebensversicherungen noch in diesem Jahr zu beenden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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