Progressiv

Probleme bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen

Probleme bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen

Der Markt von Gesundheitsapps ist explosiv angewachsen und dabei weder für Laien, noch von Ärzten zu überschauen. Grund dafür ist auch die positive Einstellung weiter Bevölkerungsteile zur Digitalisierung des Gesundheitssektors.

Dennoch sorgt dieser Boom für zunehmende Probleme. Die App-Insellösungen gehören dabei zu den gravierendsten.

Insellösungen sorgen für Verwirrung

Insbesondere Apps, die chronischen Patienten bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen sollen, können nur dann vollständig genutzt werden, wenn die Anwender persönliche Angaben zu Begleiterkrankungen und Medikamente hinterlegen. Diese dadurch entstehenden digitalen Patientenakten sind jedoch App-übergreifend nur sehr selten kompatibel. Wer dann zwei oder mehrere Apps nutzt, wird gezwungen, für jede App eine Neueingabe seiner Daten vorzunehmen, diese separat zu aktualisieren und zu koordinieren.

Gesundheitswesen kann Probleme durch Normen selbst beseitigen

Diese Insellösungen, die aufgrund verschiedener Entwicklungsgrundlagen und -stände entsteht, sorgt für Frustration der Nutzer und für Gefahren fehlerhafter oder falsch interpretierter Daten. So ist es den behandelnden Ärzten nicht möglich, eine optimale Diagnose zu stellen. Allerdings kann dieses Problem bereits in der nächsten Marktentwicklungsphase gelöst werden. Insbesondere jene Entwickler, die ein Interesse an der langfristigen Zusammenarbeit mit Krankenkassen haben, werden an einheitlichen Standards und an der Kooperation mit anderen Entwicklern interessiert sein.

Sicherheit und Qualität im Sinne der Patienten

Benötigt wird neben einheitlichen technischen Standards ein qualitätsgarantierendes Siegel der Versicherer und Gesundheitsbehörden, um den Verbrauchern Sicherheit zu vermitteln. Derartige Normen führen langfristig zu einer Marktbereinigung, die jedoch im Interesse der Patienten im Sinne von Sicherheit und Qualität liegt, was insbesondere im Bereich des Gesundheitswesens notwendig ist.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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