Produktiv

Notfallfonds für den Systemausfall

Notfallfonds für den Systemausfall

Allianz-Chef Bäte vergleicht in einem aktuellen Interview die Corona-Krise aus Sicht der Versicherer mit einem GAU – dem „Größten Anzunehmenden Unfall“ eines Atomkraftwerkes.

Der Vorstandschef sieht deutliche Parallelen aufgrund des anschließenden Systemausfalls.

Akuter Systemausfall durch Corona

In einem Interview für das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zieht der Allianz-Vorstandsvorsitzende Oliver Bäte Vergleiche zwischen der Corona-Pandemie und Katastrophen wie Erdbeben oder katastrophalen Störfällen in Atomkraftwerken. Schließlich befinden wir uns alle momentan, bedingt durch eine „gewaltige Pandemie“ in einem akuten Systemausfall.

Trotz Gewinne fehlt das Kapital

Störfälle sind das eine – derartige Systemausfälle und ihre unabsehbaren Folgen kann jedoch die Versicherungsbranche nicht beherrschen. Selbst die Allianz, immerhin europaweiter Marktführer auf dem Feld der Assekuranzen, ist nicht in der Lage, die möglichen Milliardenschäden infolge dieser Corona-Krise zahlen zu können. Denn trotz erheblicher Rekordgewinne fehle es dem Versicherer am notwendigen Eigenkapital.

„Gefahrengemeinschaft“ benötigt Hilfe der öffentlichen Hand

Bäte fordert deshalb eindringlich, dass die Versicherungsbranche auf europäischer Ebene einen Notfallfonds einrichten sollte, um nach Naturkatastrophen, Cyberattacken oder Pandemien als „Gefahrengemeinschaft“ Hilfe leisten könnte. Darin müsste allerdings auch die öffentliche Hand einzahlen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend