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Nicht viel mehr als ein gutes Gefühl

Nicht viel mehr als ein gutes Gefühl

Der anlassbezogene Schutz liegt voll im Trend deutscher Versicherer. So wundert es nicht, wenn es zu traditionellen Festen ein spezieller Versicherungsschutz beworben wird.

Die Kurzzeitpolicen sind per Mausklick abzuschließen und gelten häufig nur für wenige Tage.

Für besondere Anlässe

Ob zum Oktoberfest, beim Skifahren oder auf Urlaubsreisen: Kurzzeitversicherungen ergänzen den bestehenden Versicherungsschutz und können das Gewissen beruhigen. Speziell für die sogenannte „fünfte Jahreszeit“, dem Karneval, bieten die HDI (Titel. „Tolle-Tage-Schutz“) und der Oktoberfest-Versicherer die Bayerische („Faschingsschutz“) diese besonderen Unfallversicherungen.

Internet-affine Zielgruppe

Zielgruppe derartiger Spezialversicherungen sind hauptsächlich junge Leute. Online-affin sollte man schon sein, derartige Policen zu finden und abzuschließen. Wer jedoch offline auf dem Schlauch steht, kann sich trösten: Die Policen verfügen nicht unbedingt über ausreichende Absicherung. Die maximale Invaliditätssumme ist niedrig, selbst im Todesfall bieten die Versicherer nur geringe Leistungen.

Wenig Versicherung, wenig Leistung

Mehr Leistungen bei geringeren Vergleichskosten bieten hingegen Privathaftpflichtversicherungen und private Unfallversicherungen, die für eine jährliche Laufzeit abgeschlossen werden. Auch solche klassischen Versicherungen bieten individuelle Anpassungsmöglichkeiten – und bieten für weniger Geld mehr Leistungen, als unzureichende Kurzzeitversicherungen. Die bringen meist nicht mehr als effektive Werbeeffekte für die Gesellschaften dahinter.

Ausreichend für gefühlte Absicherung

Wenn es also um besondere Ereignisse geht, sollten die speziellen Versicherungsbedingungen sehr sorgfältig studiert und der eigenen Absicherungsgrad kritisch hinterfragt werden. Wem die Leistungen jedoch egal sind, jedoch beim Karneval ein beruhigendes Sicherheitsgefühl mehr will, sollte zugreifen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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