Produktiv

Neue Zahlen zur Versicherungsentwicklung

Neue Zahlen zur Versicherungsentwicklung

Gemäß aktueller Statistiken greifen Deutsche für Versicherungen wieder tiefer in die Taschen, als in den Jahren zuvor. Lediglich im Bereich der Lebensversicherungen sind die Einnahmen leicht gesunken.

Bei der Versicherungsdurchdringung sowie in den Bereichen PKW kam es zu leichten Steigerungen.

Alle wichtigen Daten in einem Buch

Pro Kopf haben die Deutschen 2017 für ihre Versicherungen fast 2.400 Euro durchschnittlich ausgegeben. Ganze 50 Euro mehr als im Jahr 2016. Diese Zahlen wurden aktuell im „Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2018“ vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlicht: 172 Seiten mit allen wichtigen Daten zur Geschäftsentwicklung deutscher Versicherer.

Vorjahreszahlen kaum vergleichbar

Mit durchschnittlichen 2.400 Euro ist die sogenannte Versicherungsdichte wieder leicht angestiegen und erreichte nach zwei leichten Rückgängen in Folge sogar einen neuen Höchstwert. Mit der Versicherungsdichte ist die Höhe der gebuchten Bruttobeiträge der Erstversicherer in Relation zu den Einwohnern gemeint. Eine Zunahme, die jedoch in Zusammenhang mit einer Revision der Bevölkerungsstatistik zusammenhängt, deshalb mit den Vorjahreszahlen kaum vergleichbar ist.

Verlierer: Lebensversicherer

Immer noch die Hälfte des statistischen Jahresbudgets für Versicherungen verzeichnen die Lebensversicherer. Allerdings kommen die aktuell nicht einmal mehr auf 1.100 Euro, verzeichnen sogar ein Minus von vier Euro. Der dritte Rückgang in Serie. Damit liegen die Pro-Kopf-Ausgaben für Lebensversicherungen mit 15 Euro über denen des Jahres 2011.

PKV-Steigerungen absehbar

Unterschiede gab es bei der Entwicklung der Schaden-/ Unfallsparte. Hier gab jeder deutsche Bürger durchschnittlich 830 Euro aus, 20 Euro (2,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Und ein ganzes Sechstel mehr als 2011. Die privaten Krankenversicherungen verzeichnen alleine durch Beitragserhöhungen eine Steigerung von ganzen 20 Euro. Mit 471 Euro lagen die Pro-Kopf-Ausgaben für die PKV 40 Euro über denen des Jahres 2011.

GDV zufrieden

Dr. Klaus Wiener, GDV-Chefvolkswirt und Mitglied der Geschäftsführung, zeigte sich von den Zahlen zufrieden: „Die Versicherungswirtschaft passt sich zunehmend an die herausfordernden Rahmenbedingungen wie Niedrigzinsumfeld und schärferer Regulierung an. Zudem profitiert sie von der anhaltend robusten Konjunkturentwicklung. Für das laufende Jahr ist mit einem Beitragswachstum in etwa auf Vorjahresniveau zu rechnen.“

Das „Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2018“ ist als kostenloser PDF-Download auf der Seite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter diesem Link erhältlich.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend