Allgemein

Neue Cyber-Risikoanalyse für KMU-Beratungen

Neue Cyber-Risikoanalyse für KMU-Beratungen

Für Vermittler auf dem Markt der Cyberpolicen gibt es jetzt eine kostenlose Risikoanalyse. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat gezeigt, dass für einen bedarfsgerechten Cyberschutz ein riesiger Markt besteht.

Immerhin sind laut Studien lediglich 13 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen gegen digitale Gefahren abgesichert.

Cyberschutz immer noch in der Nische

Ein äußerst wichtiges Thema, auch für den Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK), dass in Deutschland mit einem volkswirtschaftlichen Schaden durch Cyberkriminalität um die 40 bis 55 Milliarden Euro beziffert wird. Und dennoch zählt Cyberschutz hierzulande als eine Nischenversicherung.

Höherer Beratungsbedarf erfordert höhere Weiterbildung

Und dass, obwohl 44 Prozent der KMUs (kleinere und mittlere Unternehmen) einen Angriff durch Hacker und Cyberkriminelle fürchten. Laut einer Studie der Gothaer-Versicherungen verfügen lediglich 13 Prozent dieser Zielgruppe über eine Cyber-Versicherung. Hier sieht der Verband einen hohen Beratungsbedarf und aufseiten der Vermittler einen nicht weniger hohen Weiterbildungsbedarf.

Tool bietet Hilfestellung

Für sachgerechte Kundengespräche gibt es deshalb jetzt die Risikoanalyse für gewerbliche Cyberversicherungen des Arbeitskreises Beratungsprozesse. Das kostenlose Tool soll Vermittlern eine fundierte Hilfestellung zum Thema geben, ersetzt jedoch keinesfalls eine individuelle und kundenspezifische Analyse und Risikobewertung. Es können aber durchaus bereits vorhandene Policen, Vorschäden Risiken und Schutzmaßnahmen aufgenommen werden sowie der gewünschte Versicherungsumfang beratungsbegleitend erfasst und protokolliert werden.

Junger Versicherungszweig

Da es sich beim Bereich der Cyberversicherungen erst um einen relativ jungen Versicherungszweig handelt, der in Deutschland nicht länger als rund zehn Jahre existiert, haben sich hier noch keine festen Standards im Markt etablieren können. So sind bei einigen Versicherern unterschiedliche Fragen zu beantworten, insbesondere bei Verlagerungen von Tätigkeiten ins Home-Office. Wenn dann beispielsweise Arbeitnehmer mit eigenen IT-Endgeräten auf die betrieblichen Strukturen zugreifen, könnte dies schon als meldepflichtige Gefahrenerhöhung angesehen werden.

Unklarheiten in den IT-Strukturen, die besonders in Krisenzeiten auftreten, nutzen Kriminelle für ihre Zwecke. Deshalb ist es für Makler und Vermittler gerade jetzt sinnvoll, ihre Kunden bei einer fundierten Risikoanalyse zu sensibilisieren.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend