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Mobile Recruiting – nicht Trend, sondern Zukunft

Mobile Recruiting - nicht Trend, sondern Zukunft

Nicht nur im Bereich des E-Shopping haben Smartphone und Tablett den klassischen Desktop-Rechner abgelöst, sondern auch bei Bewerbungen. „Mobile Recruiting“ wird für Unternehmen immer wichtiger und mehr als eine Generationsfrage.

Künftig könnte der Bewerbungsprozess so einfach und schnell wie Social-Media ablaufen.

„Mobile Recruiting“ verändert den Arbeitsmarkt

Über die Bedeutung des Mobile Recruiting für Bewerber und Unternehmen sind sich anlässlich der 17. Studie „Recruiting Trends“, die gemeinsam vom Jobportal Monster, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg veröffentlicht wurde, alle Studienteilnehmer einig. Allerdings unterscheiden sich die Visionen der Zukunft. Fast 100 Prozent der teilnehmenden Unternehmen gehen jedoch fest davon aus, dass Mobile Recruiting immer wichtiger wird und den Arbeitsmarkt nachhaltig verändert.

„Veraltete“ Webseiten sind Wettbewerbsschäden

Viele Unternehmen verzichten bereits jetzt schon nicht auf Mobile-Recruiting-Komponenten im Personalbereich ihres Unternehmens. Professor Dr. Tim Wetzel von der Universität Bamberg erläuterte bei der Studienvorstellung, dass es bereits heute schon nicht mehr vorstellbar ist, wenn Unternehmen Webseiten betreiben, die nicht von mobilen Geräten dargestellt werden können. Dann nämlich bestehe für die Unternehmen die Gefahr, so Dr. Wetzel, nur noch als „veraltet“ wahrgenommen zu werden und somit vor allem besonders interessierte, kompetente und potenzielle Bewerber zu verlieren – die wollen sich nämlich schnell, unkompliziert, digitalisiert und auch von unterwegs aus auf offene Stellenausschreibungen reagieren.

Bedenken bezüglich der Datensicherheit

Aber nicht nur für Bewerber, sondern besonders für Unternehmen ergeben sich durch Mobile Recruiting erheblich mehr Möglichkeiten, als über Stellenportale und dem Arbeitsamt neue Mitarbeiter zu finden. Durch Mobile Recruiting ergeben sich unter anderen erheblich höhere Reichweiten, aber auch eine situations- und/oder ortsbezogene Kandidatenansprache. Viele Unternehmen ziehen diesen Vorteilen allerdings ihre Bedenken vor. Besonders in Bezug auf die Datensicherheit bestehen bei Firmen teils erhebliche Bedenken. So verwundert nicht, dass im Vergleich zur Konkurrenz die meisten der befragten Unternehmen ihre eigene Leistungen und Kompetenzen im Mobile Recruiting als zu gering empfinden. Nur ein Sechstel bezeichnet sich als besser aufgestellt, ein knappes Drittel meint, sich im Durchschnitt zu befinden.

Zielgruppen erkennen, Recruiting optimieren

Jeder empfindet allerdings, dass von Bewerbern verstärkt mobile Bewerbungen vorgezogen werden – was durchaus analog zum veränderten Mediennutzverhalten der Gesellschaft einhergeht. Je jünger die Bewerber, desto wahrscheinlicher erfolgt die Bewerbung über mobile Endgeräte.

Virtuelle Bewerbungsmappe immer wichtiger

Wichtigstes Argument der Zielgruppe für eine mobile Bewerbung ist die Tatsache, sich schnell und sogar von unterwegs aus auf Stellen bewerben zu können. So verfügt die Hälfte dieser Zielgruppe über alle notwendigen Unterlagen, wie Lebenslauf und Zeugnisse, auf ihrem Smartphone oder Tablett. Die Studie „Recruiting Trends“ steht unter diesem Link als Download zur Verfügung.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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