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Mit Kurzzeitpolice auf dem Oktoberfest

Mit Kurzzeitpolice auf dem Oktoberfest

In vier Tagen beginnt wieder Deutschlands größtes Volksfest, das Oktoberfest. Doch zwischen Musik, Stimmung und vollen Bierkrügen sollten Schäden einkalkuliert werden.

Versicherer bieten für den „Wiesn“-Besuch zahlreiche Ratschläge und spezielle Versicherungsangebote.

Vorsicht nach Alkoholgenuss

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) macht darauf aufmerksam, dass die Besucher des Münchener Oktoberfest auf jeden Fall die eigene Haftpflichtversicherung prüfen sollten. Die schützt aber nur vor fahrlässig verursachte Sach- und Personenschäden. Bei selbst verursachten Schäden unter nachweislichem Alkoholgenuss entfällt jedoch der Versicherungsschutz.

Ausnahme: Wiesn-Schutz der Bayerischen

Eigene Personenschäden, beispielsweise durch Stürze oder Schnittverletzungen, werden durch die private Unfallversicherung abgesichert. Dieser Schutz bezieht sich auch auf Folgeschäden wie Invalidität. Allerdings nur, wenn der Versicherungsnehmer nicht volltrunken war. Eine Ausnahme ist der spezielle „Wiesn-Schutz“ der Bayerischen Versicherung in Zusammenarbeit mit der SituatiVe GmbH. Diese Kurzfrist-Unfallversicherung versichert ausdrücklich auch Unfallfolgen unter Alkoholeinfluss.

Flop bei Invalidität, Top nach Zahnverlust

Allerdings sind solche Kurzzeit-Unfallversicherungen äußerst umstritten, denn die Grundsumme im Fall einer Invalidität ist auf 50.000 Euro begrenzt, die bei bleibenden Schäden nach schweren Verletzungen kaum ausreicht. Allerdings ist im „Wiesn-Schutz“ eine Zahnzusatz-Versicherung integriert. Bei Zahnverlust, beispielsweise durch Schlägereien, zahlt die Versicherung bis zu 2.000 Euro.

Die Versicherung der Bayerischen ist eine Ad-hoc-Police, die für jeden Wiesn-Besuch abgeschlossen werden kann und 24 Stunden gültig ist. Die einmalige Gebühr in Höhe von 5,99 Euro ist angesichts der Bierpreise – für ein Maß Bier werden in diesem Jahr auf dem Oktoberfest mehr als zehn Euro verlangt – als moderat zu bezeichnen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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