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Mehr Freiheit durch Verzicht auf Fixum

Mehr Freiheit durch Verzicht auf Fixum

Wer als Berufsanfänger oder Einsteiger im Bereich der Versicherungsvermittlung tätig ist, erhält oft ein monatliches Fixum als Basiseinkommen. Doch sollte dieses „Einkommen“ nicht mit einem Gehalt verwechselt werden.

Um in späteren Zeiten vor bösen Überraschungen sicher zu sein, sollten bestimmte Dinge in der Anfangszeit der Tätigkeit beachtet werden.

Fixum nicht mit Gehalt gleichsetzen

Versicherungsvermittler sind in den meisten Fällen freie Handelsvertreter gemäß Handelsgesetzbuch. Und somit Unternehmer auf Provisionsbasis. Das monatliche Fixum, welches gerade Berufsanfängern und -einsteigern als eine Art Basiseinkommen gewährt wird, sollte jedoch nicht einem Arbeitnehmergehalt verwechselt werden.

Fixum hilft schneller Vertragsauflösung

Tatsächlich ist das monatliche Fixum eine Art frei berechenbarer Vorschuss, der durchaus auch von dem Unternehmen zurückgefordert werden kann. In manchen Fällen wird das Fixum im Falle von späteren Vertragsauflösungen auch als Druckmittel eingesetzt. Entsprechende Möglichkeiten bieten die Vertragsgestaltungen.

Eine Art „Vorschuss“

Denn durch das monatliche Fixum erhöht sich die Schuld des Handelsvertreters, die dieser verdienen und abtragen muss. Entwickelt sich die Zusammenarbeit nicht so erfolgreich wie geplant, könne bisherige Zahlungen durchaus zu einem Hindernis werden, dass zu erheblichen Einschränkungen und Problemen der unternehmerischen Freiheit und in der Zusammenarbeit mit dem Versicherungspartner führen kann.

Bessere Ausgangspositioon ohne Fixum

Rechtsexperten raten deshalb dazu, grundsätzlich auf ein Fixum zu verzichten, um sich später auch keinen Rückforderungen ausgesetzt sehen zu müssen. Dadurch ist der Vertreter stärker auf seine Provisionserlöse angewiesen, verfügt aber über wesentlich mehr unternehmerische Freiheit und berufliche Entfaltung. Auch die Verhandlungsposition nach Kündigung durch das Unternehmen wird ohne Fixum gestärkt.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Comment

  1. Die scheinbare Erkenntnis des Artikels ist für mich recht abenteuerlich, denn sinnvoller wäre es, wenn man wie üblich seine Verträge versteht und sauber verhandelt, dann spricht nichts gegen ein Fixum. Nur wer seine eigenen Verträge kennt und versteht, sollte mit Anderen Verträge schließen.

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