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Mehr als „Greenwashing“

Mehr als „Greenwashing“

„Nachhaltigkeit“ wurde zum Trend erklärt. Für die Allianz handelt es sich dabei jedoch um weit mehr, denn der Konzern glaubt an ein nachhaltiges Kapitalmanagement. Der Versicherer sieht sich am Anfang eines Paradigmenwechsels.

Die Strategie, sich weg von nur ökonomischen Zielen zunehmend auf soziale und nachhaltige Schwerpunkte zu konzentrieren, wird für die gesamte Branche relevant.

Nachhaltigkeit für Kunden und Mitarbeiter

Nachhaltige Anlagen betreffen aber nicht nur die Kunden des Versicherers, sondern auch Mitarbeiter. Die Allianz Investment Management SE stellt gesellschaftliche Verantwortung und die Rolle nachhaltiger Anlagen in die Mitte ihrer Personalpolitik. Nachhaltige Investments verfügen nämlich sowohl über Risiken, als auch über Chancen. Ein Thema, das über erhebliche gesellschaftliche Verantwortung verfügt.

Verantwortung vorleben

Bei dem Nachhaltigkeitsansatz der Allianz geht es auch um Ganzheitlichkeit. Dabei werden jegliche Portfolien, die für die Investments der Allianz infrage kommen, in das Nachhaltigkeit-Management miteinbezogen werden. Für Claus Stickler, Managing Director & Global Co-Lead der Allianz Investment Management SE, ist es aber genauso wichtig, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ein breites ESG-Verständnis (Enviroment, Social and Gouvernance) vorzuleben – soweit diese Ansätze messbar sind und als novellierte Management-Ansätze steuerbar etwas bewirken.

Chancen und Risiken

Bei diesen ESG-Faktoren handelt es sich um nicht-finanzielle Faktoren, die dennoch von den Geschäftsaktivitäten der Allianz beeinflusst werden können, bzw. diese beeinflussen. Die Faktoren bestehen sowohl aus Risiken, wie auch aus Chancen. ESG-Risiken sind demnach beispielsweise Menschenrechtsverletzungen, Korruption oder illegale Abholzungen. Diese Risiken werden von Fachabteilungen intensiv und sorgfältig analysiert, damit sich ESG-Risiken nicht zu schweren Geschäftsrisiken entwickeln.

bis 2050 Klimaneutralität

Die Chancen von ESG-Faktoren sind Potenziale positiver Veränderungen, wie der Nachfrage nach Investitionen in erneuerbarer Energie. Allerdings funktioniert ESG nur unter sehr viel Transparenz und über intensive Dialoge. Ziel ist es, dass die Allianz bis 2050 Klimaneutralität erreicht – obwohl bis dahin zahlreiche Probleme aus dem Weg geräumt werden müssen. So ist immer noch unklar, worum es sich bei „Green Bonds“ handelt.

neues ESG-Scoring

Grundsätzlich betont die Allianz, eigentlich immer schon auf stabile und sichere Anlagen gesetzt zu haben. Dementsprechend würde das neue ESG-Scoring, dass gemeinsam mit mehreren Nichtregierungsorganisationen (NGO) entwickelt wurde, lediglich Maßnahmen und Entscheidungen ausrichten, die sich mit den wirtschaftlichen Interessen der Kunden decken. Es würden lediglich weitere Risikodimensionen der Investments abgedeckt werden und dadurch das Risiko-Rendite-Profil der Kapitalanlagen verbessert werden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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