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Marketinganalyse deutscher Zahnzusatztarife

Marketinganalyse deutscher Zahnzusatztarife

Laut Studie eines Marktforschungsunternehmens unterscheiden sich Zahnzusatzversicherungen am größten hinsichtlich der Kommunikation.

Dazu wurden zehn deutsche Versicherer hinsichtlich ihrer Marketingperformance analysiert.

Analyse von zehn Zahnzusatz-Anbietern

Die Forschungsgruppe research tools hat im Rahmen ihrer „Marketing-Mix-Analyse Zahnzusatzversicherung 2020“ zehn Versicherer analysiert. Die markantesten Marketing-Unterschiede bei den Zahnzusatz-Produkte der Anbieter ottonova, Münchener Verein, Gothaer, Barmenia, die Bayerische, Central, Ergo, Inter, HanseMerkur und Maxcare bestehen demnach im Bereich der Kommunikation.

Keine konsequente Preispolitik

Die Analyse konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Marketing-Indikatoren Produkt, Preis, Platzierung und Promotion. Für einen optimalen Vergleich werden zehn Nutzerprofile simuliert. Dabei wurde deutlich, dass eine konsequente Preispolitik von keinem der getesteten Anbieter verfolgt wird. Sieben der zehn Versicherer konnten sich in mindestens einem Testprofil als günstigster Anbieter darstellen lassen – ebenfalls sieben Anbieter als teuerste Produktvertreter.

Erhebliche Unterschiede der Kommunikationskanäle

Erheblichere Unterschiede ergaben sich im Bereich der Kommunikationskanäle. Auf dem Sektor social media stellte sich facebook als beliebteste Plattform dar – allerdings mit erheblichen Unterschieden bezüglich der Performance. Die meisten Beiträge wurden dabei von der Ergo und der HanseMerkur veröffentlicht. Lediglich Maxcare konzentriert sich auf Instagram. Sieben Anbieter vertrauen Paid Search, um über die organische Suchmaschinen-Suche auf die erste Seite der Suchergebnisse zu kommen.

Medienkommunikation wird vernachlässigt

Ganze sieben Anbieter kommunizieren weiterhin über klassische Werbemittel wie Flyer oder Prospekte. Der größte Teil des insgesamt 100 Millionen Euro schweren Werbebudget deutscher Versicherer wird von Ergo und Maxcare in TV-Spots investiert. Nur vier der getesteten Versicherer veröffentlichen noch Pressemitteilungen – und werden damit dem vorhandenen Medieninteresse an diesem Thema nicht gerecht.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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