Profiliert

Was Makler und Islamisten gemeinsam haben

Mit einem vermeintlichen Sex-Video hat die IDEAL Versicherung AG, in der vergangenen Woche, für einen Aufschrei der Branche gesorgt. Die Mehrheit der Makler distanziert sich von der Kampagne und hält den Spot für geschmacklos. Oliver Pradetto, Geschäftsführer des Maklerpools blau direkt, erklärt warum sein Unternehmen eine Lanze für die Ideal bricht und was Makler mit Islamisten gemeinsam haben.

proVision: Worum geht es eigentlich in diesem „Skandal-Video“?

Oliver Pradetto: In dem Video finden sich Mann und Frau in einer leidenschaftlichen Situation um das erste gemeinsame Liebesspiel. Die Situation mündet darin, dass Sie -offenkundig etwas enttäuscht ob seiner Penisgröße- ihm einen Umschnalldildo zuwirft. „Passt immer“ lautet das nüchterne Fazit, mit dem der Versicherer am Ende den Bezug zu seinem neuem Produkt „Universal Life“ herstellt.

Das neue Produkt setzt nicht auf Senioren, sondern bietet einen vollkommen neuen digitalen Ansatz sich seine Lebensversicherung zusammenzustellen. Entsprechend bemüht ist der Versicherer sein Image vom Seniorenversicherer zu ändern und scheut nicht davor zurück mit dem polarisierenden Video den Versuch einer viralen Werbung zu starten.

proVision: Also lautet das Motto des Spots „Sex sells“?

Oliver Pradetto: Tatsächlich geht es in dem Werbespot gar nicht um den Verkauf mit Sex. Von „Sex sells“ spricht man, wenn versucht wird den Betrachter anzuregen, um von dieser Anregung zu profitieren. Das ist hier jedoch offensichtlich nicht der Fall. Zum einen dürfte das Liebesspiel mit Umschnalldildos kaum die sexuelle Phantasie der Mehrheit ansprechen, zum anderen wird jede eventuell aufkommende Erotik durch den Witz im Keim erstickt.

Was Makler als Perversion oder billige Provokation sehen, spiegelt in Wahrheit ein sehr modernes Weltbild wieder, indem sich Frauen nicht mehr für ihre Lust schämen und ihre Interessen offen vertreten dürfen, Männer Ihren Wert nicht nach der Größe ihres Penis definieren, beide Partner offen für Neues sind, beide Partner bereit sind sich auf die Bedürfnisse des Partners einzustellen. Eine schöne Aussage und mit viel Humor präsentiert.

proVision: Ihr Unternehmen hat eine überarbeitete Version des IDEAL-Videos online gestellt. Welchen Veränderungsvorschlag unterbreitet blau direkt darin?

Oliver Pradetto: Unser Unternehmen hat den Umschnalldildo mit dem firmeneigenen Logo versehen und die Ideal darauf hingewiesen, dass es der richtigen Werkzeuge bedürfe, damit es „immer passe“. Diese Werkzeuge liefere blau direkt.

proVision: Wie haben Ihre Makler darauf reagiert?

Oliver Pradetto: Innerhalb kürzester Zeit hat der blau direk-Blog mehr als 20 Kommentare geerntet. Wie schon zuvor in den sozialen Medien entlud sich die Maklerwut in zum Teil derbsten Sprüchen: „Steckt euch das Ding in alle Löcher die ihr habt.“

Auch in entsprechenden Facebook-Gruppen reagieren Makler größtenteils ungehalten, fürchten um den Ruf der Branche, kündigen an, keine Ideal-Produkte mehr vertreiben zu wollen. Mit Sex zu werben sei schäbig, unangemessen, Image gefährdend.

proVision: Hat die Branche tatsächlich mit einem Imageschaden zu rechnen?

Oliver Pradetto: Die Befürchtung, die Ideal könne dem Image der Branche schaden, erscheint dabei nicht so recht nachvollziehbar. Als die Bildzeitung mit einem ähnlichen Spot für Ihre Zeitung warb kam die Werbung sehr positiv an. Mehr als 11.000 positive Daumen stehen weniger als 1.000 abwertende Daumen gegenüber. Doch selbst wenn die Werbung schief geht, wird in der Regel nicht die Branche verantwortlich gemacht.

Ein besonders deutliches Beispiel war der bisher größte Fehlgriff beim Versuch polarisierender Werbung in der deutschen Mediengeschichte. Als Benetton in seiner Werbung den Krieg in Bosnien aufgriff erschien dies weiten Teilen der Bevölkerung als geschmacklos. Tatsächlich brachen die Verkäufe der Marke ein.

Die Marke erreichte nie wieder ihr Ursprungsniveau. Allerdings machte niemand die Textilbranche als Ganzes verantwortlich. Anders als bei Skandalen (beispielsweise Kinderarbeit in der Textilbranche oder Lustreisen einzelner Versicherer für die Versicherungsbranche) werden Fehltritte in der Werbung immer dem werbenden Unternehmen zugewiesen.

proVision: Neben Maklern spricht sich eine weitere Gruppierung gegen den IDEAL-Spot aus…

Oliver Pradetto: Ja, tatsächlich reagiert eine zweite Gruppe emotional auf den Spot: Islamisten. So gab es Kommentare (beispielsweise unter Absenderadressen wie „schande@allah“) dieser Gruppe mit ebenso derben Beleidigungen. Einige mussten gelöscht werden.

Offenkundig sind beide Gruppen, Makler und Islamisten, vergleichbar wertkonservativ und gesellschaftlichen Entwicklungen gegenüber wenig aufgeschlossen. Selbst in Sachen Egozentrik scheint es Parallelen zu geben, wenn man die Reaktionen vergleicht.

Während sich Blog und Youtube-Kanal von blau direkt vor allem auf Makler konzentrieren, konzentriert sich der Kanal der Ideal-Versicherung auf die Verbraucher. Der direkte Vergleich des Auditoriums ist erschütternd. Er stellt Maklern kein gutes Zeugnis aus.

proVision: Verbraucher reagieren positiv auf den Spot?

Oliver Pradetto: Während die Wertung der Makler zu 80 Prozent Ablehnung offenlegt, ist die Endkundenwertung eine vollkommen andere. Das Video sammelte nicht nur mehr als 14.000 Views innerhalb von vier Tagen und ist damit das erfolgreichste Youtube-Video der Versicherungsbranche in diesem Jahr, es erntete auch rund 80 Prozent Zustimmung seitens der Verbraucher.

proVision: Wer ist der eigentliche Verlierer dieses „Skandals“?

Oliver Pradetto: Womöglich wird die Ideal eine Menge beleidigte Vertriebspartner verlieren. Doch ich bezweifele, dass es der Ideal schaden wird. Im Gegenteil: Die zweifelhafte Reaktion der Maklerschaft könnte bei anderen Versicherern den Eindruck schüren, es sei hoffnungslos in der Zukunft auf Makler zu setzen. Immerhin beweisen Makler hier recht deutlich, dass Sie zwar mit Inbrunst behaupten sie wüssten, was ihre Kunden bräuchten und wollen, während sie doch in Wahrheit Kundenmeinungen vollkommen ausblenden. Die Fakten zeigen: Makler fragen ihre Kunden nicht einmal mehr.

Der Original-Spot der IDEAL-Versicherung:

Die überarbeitete Version des Maklerpools blau direkt:

Rebecca Schwab, Jahrgang 1988, ist ausgebildete Online-Redakteurin.
Seit Mai 2016 ist sie für den Finanz- und Versicherungsverlag tätig.

16 Kommentare

    1. Auf dem „Umschnall-Dildo“, in der veränderten Version, ist das Logo des Maklerpools blau direkt zu sehen (ab Min. 1:03 erkennt man es gut)…

  1. Ich persönlich würde nicht mit einem solchen Video werben, weil es nicht unbedingt meinem Image entspricht. Allerdings würde ich mich auch nicht so aufregen…. Ein bisschen norddeutsche Gelassenheit finde ich da passend. Das (Ziel-)Produkt finde ich ok. Die IDEAL hat hier mal etwas wirklich Innovatives auf den Markt gebracht. #UniversalLifeKonto

    1. Herr Peters ich stelle nur fest, dass emotional negative Kritik (so etwas wie „alle Tassen im Schrank“) nur von diesen beiden Gruppen kommt. Haben Sie eine bessere Erklärung für das Phänomen anzubieten?

      Kollegiale Grüße
      Oliver Pradetto

  2. Olli, Olli – dünnes Eis, Makler mit Islamisten zu vergleichen. Willst auch Du polarisieren? Deinen eigenen Maklerbestand? Lass das lieber; zumindest meine Ablehnung dieses Spots hat herzlich wenig mit einem islamistisch oder irgendwie sonst verklemmt-konservativ-religiösen Weltbild zu tun. Auch ich hatte einen Negativ-Kommentar gepostet – wenn ich mich auch von Dummköpfen, denen der von dir zitierte „Löcher-Spruch“ entspringt, in der gleichen Weise distanziere. Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass Deine feinsinnige Interpretation des Ideal-Videos an der Realität vorbeigeht. Die Verbindung „Versicherung-Sex“ und Konnotationen zu Budapest, ERGO, S&K-Parties usw. – also alles Dinge, von denen wir dachten, wir hätten sie endlich hinter uns gelassen – sind im normalen Bürger-Hirn verankert und werden mit solchen Spots nur wieder verstärkt. Bei mir bleibt´s also dabei: Daumen runter für den Ideal-Spot.

    1. Hallo Michael,

      das ich gerne polariiere kennst Du doch.

      Ich mache das aber nicht um zu beleidigen, sondern erhoffe mir, dass der ein oder andere beginnt sich zu hinterfragen.

      Ich habe von Herr Jacobus (Vorstand der Ideal) gerade 2 Zahlen bekommen: 34 Beschwerden von Maklern. Nicht eine (!) Beschwerde von Kunden. Im Gegenteil die Ideal erhält Zuspruch von Kundenseite.

      Nun muss man das Video deswegen noch lange nicht mögen. Ehrlich gesagt war es mir auch ein klein wenig zu heftig. Nur wenn ich sehe, dass es bei den Kunden positiv ankommt, auf youtube Massen an Views sammelt und reichlich positive Verbraucherbewertungen, spielt dann mein privater Geschmack eine Rolle?

      Als Makler bist Du Sachwalter des Mandanten. Nicht Deine Ansichten, sondern ausschließlich Wünsche und Bedürfnisse des Kunden sind für Deine Arbeit entscheidend. Zwar sind Werbung und Beratung zweierlei, doch was macht Makler sicher, im Sinne ihrer Kunden zu handeln, wenn Sie offenkundig die Wirkung eines solchen Spots auf die eigenen Kunden vollkommen falsch einschätzen?

      Es ist vollkommen in Ordnung, wenn man sich persönlich von dem Spot abgestoßen fühlt. Es ist auch in Ordnung, wenn man seriöse Versicherungsthematik nicht mit schlüpfrigen Witzchen vermengt sehen möchte. Du hast das nüchtern klar gemacht. Das kann ich sehr gut akzeptieren.

      Meine Provokation zielt auf diejenigen Kollegen, die ihre persönliche Empfindung nicht vom Produkt des Werbenden differenzieren. Da wird aus persönlicher Aversion dem Kunden etwas vorenthalten, das vielleicht (ich habe keine Ahnung, ob das Produkt etwas taugt) gut für ihn wäre. Was sagt dies über die Kundenorientierung des Maklers aus?

      Die Botschaft lautet sicher nicht, der Werbespot der Ideal gefällt mir.
      Die Bautschaft lautet: Entscheidend ist, was der Kunde will.

      (ich weiß Du siehst letzteres genauso!)
      In diesem Sinne liebe Grüße 🙂
      Oliver

      1. Sehr geehrter Herr Pradetto,

        Zitat: „Ich habe von Herr Jacobus (Vorstand der Ideal) gerade 2 Zahlen bekommen: 34 Beschwerden von Maklern. Nicht eine (!) Beschwerde von Kunden. Im Gegenteil die Ideal erhält Zuspruch von Kundenseite.“

        Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast…. denn ich kann mir auch nicht vorstellen, dass all die Kunden, die sich zB bei ihrem Makler über Sexorgien der HMI aufgeregt haben, auch der Ergo eine Beschwerde geschickt haben…

        Es ist schön, wenn Versicherer versuchen, kreatives Marketing zu entwickeln, dass a) Image verbessert und b) auch für besseren Umsatz sorgen kann. Als Positivbeispiel fällt mir hier zB der recht aktuelle Spot der Barmenia an zum Thema „Schadensmeldung“: „ANRUUUUUUUF!“

        Der Ideal-Spot ist meiner Meinung nach einer von denen, die Marketingmenschen für sich selbst gemacht haben. Einer der Kurzgeschichtenspots, die man im TV oder am REchner sieht, und sich in den ersten 20 Sekunden immer noch fragt, von wem war der Spot jetzt eigentlich…..? Obwohl man ihn vorher schon mindestens 5x gesehen hat. Denn der Spot macht WErbung in erster Linie für sich selbst und die Agentur – nicht für den Auftraggeber…. Den gleichen Fehler bemerkt man bei vielen WEbseiten, die vor lauter Features den Sinn bzw Mehrzweck für den Auftraggeber vermissen lassen…

        Ganz nebenbei bemerkt ist dieser Spot zutiefst diskriminierend. Nur ist die Männerschaft in diesem unseren Lande ja zu enteiert, um eine Gleichberechtigung einzufordern. Ich möchte mal den Aufschrei der Entrüstung sehen, der sich in einem Shitstorm in den sozialen Medien entladen würde, wenn umgekehrt die Frau sich entblättert hätte, der Mann nicht zufrieden wäre und ihr zB ne Schürze mit dicken Gummibrüsten umhängen würde… (LINK VON DER RADAKTION ENTFERNT.)

        Da wäre die Alice-Schwarzer-GEdächtnis-Armee gleich auf 180 und ich weiß nicht, ob Sie sehr verehrter Herr Pradetto dann auch genügend Eier hätten, um das als innovativ und modern zu verteidigen…ich würde es mir wünschen und es wäre sicherlich sehr unterhaltsam… 😉

        Weniger unterhaltsam ist jedoch ehrlich gesagt der Vergleich mit den Islamisten… auch wenn es natürlich gerade sehr hip ist und jeder doch ein kleiner Böhmermann sein möchte, so hinkt der Vergleich doch gewaltig. Das erinnert mich dann eher an den Herrn Pocher (liegts am Vornamen?). Der versucht auch regelmäßig mit allen Mitteln mit gewagten Sprüchen (die die Mehrheit wohl eher als dummdreist und niveaulos empfindet) Aufmerksamkeit zu erzielen.

        Dieses Niveau haben Sie meiner Meinung nach eigentlich nicht nötig, zumal es – und da schließt sich dann wieder der Marktingkreis – langfristig dem eigenen Image wohl eher schadet denn nutzt.

        In diesem Sinne einen schönen Feierabend und herzliche Grüße aus Heilbronn

        Thomas

  3. Makler und Islamisten – ich lache micht kaputt. Wir haben natürlich alle so unsere Dogmen im Kopf – insofern hat wohl jeder Mensch etwas gemeinsam mit Islamisten und würde dennoch nicht auf die Ideen kommen in menschenverachtender Weise gegen andere Menschen vorzugehen.

    Fest steht für mich aber auch: je dogmatischer, desto schlimmer! Je mehr Dogmen jemand in der Birne hat, desto schwerer fällt ein ergebnisoffenes Gespräch und desto weniger erhalten Gesprächspartner die Achtung, die sie verdienen.

    Insofern ist der Vergleich mal wieder (bewusst) provokant gewählt, aber sicher nicht komplett unbegründet.

  4. Wenn den „Kunden“ der Spot gefällt, heißt dass noch lange nicht, dass dies das Image der Versicherungen positiv beeinflusst. Kann ja auch sein der Spot wird von Kunden deshalb positiv bewertet, weil dies genau sein Eindruck von der ganzen Branche ist! Und aus positiven Kundenwertungen für einen Werbespot ein Interesse für dieses Produkt herleiten – sorry, was ist denn dass für eine Logik? Ebenso, wenn eine ablehnende Meinung von Maklern zu einem Werbespot bedeuten soll, dieser kümmere sich nicht um die Kundeninteressen???
    Fehlende Argumente mit persönlichen Beleidigungen zu kontern, hat nichts mit polarisieren zu tun, sondern ist einfach schlechter Stil. Egal von welcher Seite diese kommen.

  5. Über Geschmack kann man bekanntlich streiten. Meinem Geschmack enstspricht das Video nicht. Sich drüber aufzuregen ist es auch nicht wert. Ansonsten pflichte ich dem Kollegen Kupczok bei, was wäre wohl los hätte das Video einen „körperlichen Mangel“ der Frau zum Thema? Da hätte wohl keine Erklärung geholfen, künstlerische Freiheit nichts gegolten usw. . Ein Shitstorm ohne Ende quer durch alle Medien wäre die Folge. In wie fern ist es also lustig oder modern Männern zu recht pauschal zu unterstellen Sie hätten einen zu kleinen Penis und sollten doch technische Hilfe in Anspruch nehmen? Vielleicht kommt der Widerspruch aus der Maklerschaft auch daher, dass diesen Beruf in der Mehrzahl Männer ausüben? Aber gut, da haben wir ja wieder die Verbindung zu den Islamisten.. ;-). Vielleicht sollten wir alle zum Test mal einen Pirelli-Kalender im Eingangsbereich des Büros aufhängen. Mal sehen wie die Reaktionen ausfallen. Ich hoffe bloß das deckt meine Rechtsschutzversicherung.
    Ein wirklich witziges Video in der Richtung hatte übrigens FIAT. Da kann ich wirklich drüber lachen und ich habe mir das Auto dann tatsächlich mal angeschaut (für meine Frau, ich brauch ja aus bekannten Gründen wohl etwas Größeres) ;-)))).
    In diesem Sinne, Inschblabla!! Es gibt wirkliche Probleme, das Video gehört nicht dazu!

  6. Ach ja ..warum müssen unsere Berufsgruppe immer alle Schramm´s , Fialia´s, Kleinlein´s , Pradetto´s dieser Welt angebliche nicht vorhandende Innovativität , doch so ausgeprägte konservative Grundeinstellung und der Welt / Kultur / Gesellschaftneuerung hinterher hinkend Tagesform unterstellen ?

    ….Islamistisch..? ? Na dann ..

    Auseinandersetzung mit moderen Formen, Polarisierung , Fehler & Missstände aufzeigen, Verbesserungen benennen heißt es dann immer ..!? „Ja ne is klar“ würde jetzt ein berühmtes Lockenköpchen aus Essen sagen !

    Bis jetzt sehe ich oben auf im Artikel nur das Herr Pradetto blau direkt werbetechnisch perfekt in Szene setzt..

    Anti / Vergleiche Werbung , Shocking Spot´s klappen in anderen Ländern gut, weil schon lange etabliert ..da wird in Indischen Fersehn schon einmal jemand über den Haufen gefahren mit der Frage „Unfall versichert“ ? oder in England jemand wieder aufgebuddelt , weil er die Höhe der Todefall Vorsorge „mit ins Grab“ genommen hat ,..
    Über großen Teich sehend hat unser Beruf eh einen ganz anderen , höheren Stellenwert und wirb schon mal mit Hollywod Größen bei Hausrat oder Altersvorsorge , ebenso mit witigen Akzenten !

    Viel zitierte deutsche Kunden scheint es, schätzen eher die Zuverlässigkeit / Schnelle Hilfe bei unseren Gesellschaften oder deren Werbeauftreten , anders kann ich mir Barmenia („Anruf“ ) oder VHV ( Schweiger – Tür abfahren ) oder DEVK ( Baum fällt ) nicht erklären ! Vielleicht haben viele Vermittler ,Berater ,Makler einfach keine Lust auf Clips mit erotischen Hintergrund, weil Nachrichten oder Artikel hierzu uns immer in ein Zwielicht bringen (Budapest – ERGO ) was viele einfach leid sind zu erklären . Unser Image wird sich mit „nur einem Werbespot“ nicht verbessern ..wir sind ja von Natur aus egoistisch , gierig und seltens Kunden orientiert , nicht wahr ?

    Fragt man generell Kunden nach Werbung kennen viele nur den „Everybody Dance Now“ Hawai Hemd Träger , der eigentlich fast gar nicht`s mit unserer Welt zu tun hat ..aber nur ,weil er viel (zu viel ? ) über dem Bildschirm läuft ! Interessanterweise ist vielen Kunden egal welche Werbung gerade läuft die mit „Versichern heißt Vertrauen“ zu tun haben könnte ..

    Kunden scheinen es eher cool zu finden ,das von ihrem Lieblingsmakler der What´s App Nachrichten Ton „Robin Hood“ heißt oder in einer Email der gehobene Reflektorstrahl der Iron Man Rüstung zu sehen ist mit dem Hinweis „Jetzt abschließen ! “

    Braucht es da noch einen Gummi Dildo schwingende Werbespot oder dem Vergleich mit meiner / unserer Einstellung her nahe einer terroristischen Vereinigung zu sein..? Wahrscheinlich eher nicht ..und dem Kunden scheint es schlichtweg egal zu sein..!

    In diesem Sinne

  7. Die letzten Kommentare scheinen schon etwas zurückzuliegen, da ich diese jetzt erst lese und diese überaus inspirierend sind, reihe ich mich trotzdem noch ein.
    Obwohl die BILD es damals ausführlich breit trat, nicht ein einziger Kunde hat mich auf die Ereignisse der HMI in Budapest oder deren Zusammenhang mit der ERGO angesprochen. Nicht einer !!! Zeigt die (vielleicht gefälschte 🙂 Umsatzstatistik der ERGO daraufhin einen signifikanten Umsatzeinbruch?
    Und nun dieser unselige Werbespot …. werde ich gezeigt? Handelt es sich bei den Darstellern um einen Versicherungsvertreter und einer Maklerin? Geht es in unseren kreisen so zu? Fühlt sich jemand erkannt und verteufelt den Spot deshalb? Oder ist es UNS peinlich, wenn in UNSEREM Geschäft SO geworben wird? Entscheiden WIR über Kundengeschmack? Oder ist es einfach eine brancheninterne Prüderie die sagt, bei Expertenberufen hat sowas nichts zu suchen? Erinnert sich jemand an den Werbespot der DBV-Winterthur mit dem schwulen Matrosen auf der untergehenden Titanic?
    EIN Aufschrei der Empörung, quer durch Deutschland. Aber nur bei der Stammorga der DBV. Ich war damals auch beim Stamm der DBV und wunderte mich, über die positive Resonanz meiner Kunden. Werbung kann mir gefallen oder nicht, jederzeit kann ich sie in angemessener Form loben, kritisieren oder ignorieren. Aber derart ausfällig Dritte deshalb anzugreifen? Es sind oft die eigenen Gedanken, Wünsche und Vorlieben die uns treiben und die unsere Reaktionen bestimmen.
    Oli hat einen Vergleich angestellt, wie er von Pocher stammen könnte? Mag ich nicht beurteilen, aber den Zusammenhang zwischen den überzogenen Reaktionen herzustellen hat schon etwas. Die Aussage lautet ja nicht, Makler=Islamist. ES wird nur emotionslos konstatiert, dass die heftigsten Reaktionen aus diesen beiden Gruppen kommen. ICH fühle mich nicht angegriffen oder beleidigt, mich regt dies eher zum Schmunzeln an.

  8. Mensch Leute, es gibt so wenig zum Lachen. Etwas mehr Humor, ich habe den Originalspot total witzig gefunden und mich fast weggeworfen vor lauter Lachen.
    Die IDEAL hat jetzt auf jeden Fall Aufmerksamkeit bekommen. Glückwunsch, dies meint Heiderose in der Finanz-Versicherungsbranche seit fast 20 Jahren. Kunden können darüber lachen und manche Makler auch.

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