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Langsamer Wandel zur Digitalisierung

Langsamer Wandel zur Digitalisierung

Die Deutschen sind enttäuscht über die langsame Digitalisierung der Branchen. Ganze 60 Prozent sind nicht davon überzeugt, dass die Versicherungsbranche den Wechsel ins digitale Zeitalter abgeschlossen haben.

So die Zahlen der aktuellen Adcubum-Studie „Digitale Versicherung 2018„.

Versicherer halten kaum Schritt

Bereits vor rund 12 Monaten zweifelten 59 Prozent der befragten Studienteilnehmer an den Digitalkompetenzen der Versicherungen und waren der Meinung, dass der digitale Sprung von der Branche nicht geschafft wurde. Ganze 61 Prozent glauben sogar, dass die deutschen Versicherungsunternehmen in Sachen Geschwindigkeit, Transparenz, Verständlichkeit und Verfügbarkeit nicht mit den großen Internet-Unternehmen Schritt halten können.

Erwartungen der Nutzer sind hoch

Allerdings sind die Anforderungen, die Kunden mittlerweile an eine digitale Versicherung stellen, nicht unerheblich. Fast 80 Prozent sehen die Verfolgung eines Online-Status von Schadensmeldungen als Standard. Immerhin die Hälfte der Teilnehmer erwarten eine App, mit der Rechnungen und Fotos bei einem Leistungsfall direkt zum Versicherer hochgeladen werden können. Fast 60 Prozent verlangen einen anonymen Online-Test, um vor einem gewünschten Abschluss Vorerkrankungen überprüfen zu können. Über die Hälfte gab an, sich eine Beratung per Text- oder Video-Chat zu wünschen.

Komplexere IT-Strukturen

Dr. Holger Rommel, COO der Adcubum AG und verantwortlich für die Studie „Digitale Versicherung 2018“, erklärte dazu, dass die genannten Werte Durchschnittsergebnisse widerspiegeln und bei jüngeren Befragten im Alter zwischen 18 und 34 Jahren noch wesentlich höher liegen. Um diese Zielgruppe optimal bedienen zu können, werden innovative Lösungen benötigt. Hauptgrund, weshalb die Versicherungsbranche nicht mit anderen, beispielsweise dem Online-Handel, gleichziehen kann, liegt in der Komplexität bestehender IT-Infrastrukturen und den damit verbundenen, komplizierteren Verwaltungsprozessen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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