Produktiv

Länger arbeiten oder weniger Rente?

Im Gegensatz zum Jahr 1986, als der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm strahlend sichere Renten verkündete, ist heute lediglich eines sicher: eine schleichende Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer geht fest davon aus, dass sich deutsche Arbeitnehmer darauf einstellen müssen, irgendwann in naher Zukunft nicht mehr mit 67 Jahren in Rente gehen zu können.

Staatliche Rente nur noch Basisversorgung

Nach Meinung Kramers ist dies eine zwangsläufige Entwicklung, da sonst das gesamte Rentensystem zusammenbricht. Die Frage, ob dann nicht eventuelle die fleißigen Arbeitnehmer, die dann mit über 70 Jahren noch am Fließband oder im Büro stehen oder sitzen, viel eher zusammenbrechen könnten, stellt sich dem Arbeitgeberpräsidenten nicht erst, denn „betrachtet man die Alters- und Gesundheitsentwicklung, dann werden wir als Gesellschaft den Belastungen des Arbeitsmarkts immer länger Stand halten können“, so Kramer. Als ersten Schritt dazu könnte man die „Flexi-Rente“ erkennen, die von der schwarz-roten Koalition im November 2015 beschlossen wurde und durch die Rentner länger arbeiten dürfen, aber nicht müssen. Wer frühzeitig an eine private Vorsorge denkt, kann das Alter gelassen kommen sehen. Denn die staatliche Rente wird auch bei erweiterter Altersgrenze nur noch Grundlage der Altersversorgung sein – soviel ist zumindest aus heutiger Sicht sicher.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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