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Kinder-Invaliditätsversicherungen im Test

Kinder-Invaliditätsversicherungen im Test

Die Stiftung Warentest untersuchte Kinder-Invaliditätsversicherungen nach den Qualitätskriterien des Verbraucherschutzes. Lediglich sechs Produkte wurden als „gut“ bewertet.

Wenn ein Kind zu 50 oder mehr Prozent eingeschränkt ist, sorgt die Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung (KIZ) für Leistungen.

Vielfach nur ausgewählte Krankheiten versichert

Statistisch kommt es zu einem solchen Fall in den allermeisten Fällen nach einer Erkrankung – und nicht nach einem Unfall. Deshalb haben mindestens sieben Versicherer ihren vollen Kombi-Schutz für Kinder vom Markt genommen. Offiziell aufgrund mangelnder Nachfrage oder zu hoher Kosten. Aktuelle Produkte schließen lediglich ausgewählte Krankheiten ein.

Elf Versicherungsprodukte im Test

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ (04/2020) haben die Verbraucherschützer die Analysen von elf KIZ-Versicherungsprodukte veröffentlicht. Die maßgeblichen Kriterien war unter anderem eine Versicherbarkeit ab dem zweiten Lebensjahr und der Leistungsbezug als Rente, Kapitalzahlung oder als Kombination.

Grundsätzlich: fast alle Produkte „gut“

Einziger mit „sehr gut“ bewerteter Tarif ist „KISS“ von der Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG. Auf dem vorletzten Platz liegt die Allianz Versicherungs-AG mit der Testnote „befriedigend“, gefolgt von der Versicherungskammer Bayern. Allerdings fließt in das Urteil der Verbraucherschützer auch die Antragsqualität – ansonsten würden alle genannten Tarife hinsichtlich der Bedingungen die Note „gut“ erhalten.

Eingeschränkter Versicherungsschutz nicht empfohlen

Einige Anbieter regulieren nur bei bestimmten Krankheiten. Deshalb wurden die Tarife der Axa, Janitos, BGV-Versicherung AG sowie der SV Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung AG trotz dem Testurteil „befriedigend“ ausdrücklich nicht empfohlen.

Alternative: Pflegezusatz-Produkte

Für Makler sind KIZ-Policen äußerst schwierig zu vermitteln. Das liegt durchaus an der Tatsache, dass für Eltern ein vorgestellter Versicherungsfall unvorstellbar schlimm erscheint, als auch am Preis: So kostet eine versicherte Rente von nur 1000 Euro bzw. eine Kapitalabfindung von 100.000 Euro eine monatliche Prämien zwischen 107 und 412 Euro. Für Verbraucherschützer stellt eine Pflegezusatzversicherung übrigens eine deutliche Alternative zu den KIZ-Tarifen dar. Diese ist durchschnittlich bereits ab 5 Euro im Monat zu bekommen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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