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Keine Angst vor der Weihnachtsfeier

Keine Angst vor der Weihnachtsfeier

In der Adventszeit boomen die Firmenweihnachtsfeiern. Der betriebliche Versicherungsschutz gilt dann auch – sowie auf den Hin- und Nachhausewegen.

Sobald jedoch Alkohol beteiligt ist, was bei Weihnachtsfeiern nicht ungewöhnlich ist, kann der Versicherungsschutz jedoch entfallen.

Auch außerhalb der Arbeitszeiten

Wenn sich Belegschaften zu Weihnachtsfeiern treffen, sind alle grundsätzlich durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Darauf machen jetzt wieder die Berufsgenossenschaften aufmerksam. Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch, wenn Weihnachtsfeiern außerhalb der Arbeitszeit, beispielsweise Sonntags, veranstaltet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Unternehmensleitung ihr Einvernehmen geäußert hat.

Externe Weihnachtsfeier ist nur bei Duldung versichert

2017 gilt außerdem die neue Regelung, dass der Versicherungsschutz auch dann greift, wenn einzelne Abteilungen oder Teams gemeinschaftliche Feiern veranstalten, an denen die Unternehmensleitung nicht teilnimmt. Allerdings steht es im Vorfeld der Unternehmensleitung zu, ihr Einvernehmen bei solchen dezentralen Feiern auszuschließen und nur gemeinsame, „offizielle“ Firmenfeiern zu dulden. So zumindest ein kürzliches Urteil des Bundessozialgerichtes.

Auch außerhalb der Arbeitsräume

Bei „offiziellen“ zentralen Feiern muss allen Mitarbeitern des Unternehmens der Zugang offen stehen und alle ansprechen. Nebensächlich ist es jedoch, wo die Feier stattfindet: Ob in Firmenräumen, einem Restaurant, auf dem Weihnachtsmarkt, bei einer Tanz- oder sonstigen sportlichen Veranstaltung. Findet die Feier während eines Ausflugs oder eines Fußballturniers statt, müssen Mitarbeitern, die nicht an derartigen Veranstaltungen teilnehmen möchten oder können, alternative Feiermöglichkeiten angeboten werden.

Vorsicht nach Alkoholgenuss

Auch die Anfahrtswege von und zur Weihnachtsfeier sind wie andere Arbeitswege auch gesetzlich versichert. Selbst Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft verlieren ihren betrieblichen Versicherungsschutz nicht. Auch gänzlich auf Alkohol verzichtet muss nicht werden – solange nicht ein übermäßiger Alkoholgenuss ursächliche Verletzungsursache ist. Und natürlich vorbehaltlich einer Einzelfallprüfung.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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