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Im Fondsvertrieb bereits Usus

Im Fondsvertrieb bereits Usus

Immer mehr Finanzberater arbeiten bereits mit dem Modell laufender Entgelte. Eine aktuelle Studie der FONDS professionell hat den Trend bei Vertriebsbüros und Maklerpools genauer untersucht um herauszubekommen, wie verbreitet Servicegebühren im Fondsvertrieb tatsächlich sind.

Es ging um die Frage, wie viele Berater mit dem Gebührenmodell arbeiten und wie hoch das Entgelt dabei ausfällt.

Voll im Trend

Obwohl entsprechende Gebührenmodelle bei Finanzberatern voll im Trend liegen, kann von einer flächendeckenden Durchsetzung jedoch noch keine Rede sein. Eine Umfrage von FONDS professionell hat die Situation im freien Vertrieb größerer Pools, Haftungsdächer sowie bei Fondsplattformen analysiert.

Interesse an bestandsprovisionsfreien Fonds

Unzweifelhaft besteht seitens freier Vertriebspartner ein großes Interesse am Thema Servicegebühren. Der Maklerpool BCA verzeichnet bereits seit 2017 entsprechende Nachfragen. Bereits vor Inkrafttreten der Mifid II zeichnete sich eine Zunahme von Servicegebührenmodellen ab. Auch immer mehr Kunden sind nicht länger bereit, den vollen Ausgabeaufschlag zu zahlen und interessieren sich immer mehr ETFs und anderen, bestandsprovisionsfreien Fonds.

Fehlanreize unmöglich machen

Ein Sprecher der Augsburger Aktienbank berichtet außerdem zur zunehmenden Verlagerung neugeschäftsabhängigen Vergütungen zugunsten bestandsorientierter Vergütungen durch die Kunden. Derartige Modelle würden auch nach einem eventuellem Provisionsverbot Bestand haben. Vermittler hätten auch keinerlei Anreize mehr, Produkte nur aufgrund der Provision zu empfehlen – wodurch die gesamte Beratung und Betreuung unabhängiger wird.

Privatbanken arbeiten bereits lange mit Gebühren

Immerhin jeder zweite Vermittler, den die BCA an sich bindet, arbeitet mit Servicegebühren. Bei den Bestandspartnern der BCA ist dies bereits jeder zehnte. Laut Studienergebnissen sind Servicegebühren am weitesten verbreitet beim Netfonds-Haftungsdach NFS. Dort haben bereits 86 Prozent der Vermittler Servicegebühren etabliert, was an der Zielgruppe von NFS, nämlich an der Praxis früherer Privatbanker liegt. Banken im gehobenen Kundensegment arbeiten bereits seit Jahren mit diesem Modell.

Die ausführliche Analyse mit allen Studienergebnissen findet sich in der Ausgabe 2/2019 der FONDS professionell ab Seite 254.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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