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Hoher Verlust durch Unterversicherung

Hoher Verlust durch Unterversicherung

Bundesligisten können nicht nur falsche Entscheidungen im Kauf neuer Spieler treffen, sondern auch in der Wahl der Versicherungspolicen bei einem Verlust.

Diese Erfahrung musste jetzt Borussia Mönchengladbach machen. Um in den ungünstigsten Fällen von Invalidität oder Tod ihrer Fußball-Profis Entschädigungen zu kassieren, werden teure Versicherungen abgeschlossen. Nach einem Bericht der BILD-Zeitung ging bei Alvaro Dominguez jedoch etwas schief.

Verlust eines 8-Millionen-Transfers

Im Sommer 2012 wurde Dominguez für ganze 8 Millionen Euro von Atletico Madrid transferiert. Sein Vertrag sollte bis 2017 laufen – allerdings musste der Spanier seine Karriere nach zwei Operationen am Rücken vorzeitig beenden. Für solche Ereignisse hatte eigentlich auch Borussia Mönchengladbach seine Spieler versichert, muss jetzt aber seine Investition als herben Verlust abschreiben.

Kein Unfall – keine Regulierung

Dominguez wurde lediglich für Unfälle abgesichert. Ausfälle durch Verschleiß deckte die abgeschlossene Versicherung jedoch nicht ab. Die seit Februar 2015 andauernden Rücken-Beschwerden des Spielers sind nämlich keine Unfallfolge. Eine Entschädigung, die sich an der Höhe der Ablöse oder dem spezifischen Marktwert des Spielers orientiert, wird von der Versicherung nicht gezahlt. Für den Bundesliga-Klub wird sich vielmehr die Frage stellen, welcher Manager in diesem Fall nicht das Kleingedruckte der Police gelesen hat.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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