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Hohe Wechselbereitschaft zu Öko-Versicherungen

Hohe Wechselbereitschaft zu Öko-Versicherungen

Immer mehr Verbraucher achten auf Nachhaltigkeit und auf grüne Kriterien. Industrie und Dienstleister reagieren auf die Kundentrends, auch Versicherer bieten zunehmend grüne Sparten an.

Doch leider finden viele der nachhaltigen Öko-Versicherungen nicht aus dem Nischen-Markt heraus.

Dabei wächst die Gruppe derer, die Öko-Strom, Bio-Obst und grüne Versicherungen bevorzugen, beständig an. Doch obwohl bereits seit längerer Zeit einige Versicherer den nachhaltigen Trend aufgegriffen haben, wird das Thema immer noch sehr stiefmütterlich behandelt. Das Potenzial ist aber durchaus vorhanden. Und eine Umfrage der Strategieberatung Zeb Consulting hat ergeben, dass 85 Prozent aller Versicherungskunden bei vergleichbarer Leistung und demselben Preis zu einer nachhaltigen Versicherung wechseln würden.

Öko-Kunden haben oft interessantes Risiko-Profil

Ganze 87 Prozent der befragten Studienteilnehmer gaben an, dass es ihnen wichtig ist, mit den Beiträgen keine Unternehmen zu fördern, die umweltfeindliche Technologien betreiben. Rund 50 Prozent sprachen sich grundsätzlich gegen Investitionen in Atom- oder Kohleenergie aus. Besonders interessant sei aber auch das günstige Risikoprofil nachhaltiger Kunden.

Grüne Rente schon seit 2015

Die Stuttgarter Versicherungen haben diese Potenziale bereits vor einigen Jahren entdeckt. Die „Grüne Rente“ der Stuttgarter wurde bereits 2015 gestartet. Das Produkt laufe gut, bisher wurden 7.626 Policen abgeschlossen. Dieses Öko-Vorsorgeprodukt gibt es dabei in drei verschiedenen Varianten: einer klassischen, einer fondsgebundenen sowie einer Variante als Drei-Topf-Hybrid. Die Beiträge fließen in Aktien nachhaltiger Unternehmen, wie dem Ökostrom-Anbieter Innogy, oder in Mikrofinanzfonds, die Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern Kredite bieten, sowie in Green-Bonds-Anleihen, für die Banken und Unternehmen Mittel für nachhaltige Projekte, hauptsächlich in Bereichen des Klima- und Umweltschutzes sammeln.

Kunden wollen echte Nachhaltigkeit

Einmal jährlich erhalten die Versicherungskunden einen detaillierten Anlagebericht, in dem die Projekte aller Investitionen innerhalb der „grünen Rente“ detailliert aufgeführt werden. Die Nachhaltigkeit dieser Projekte wird zuvor vom Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen (Inaf) geprüft. Denn Kunden merken schnell, wenn ein vermeintlich nachhaltiges Versicherungsprodukt nur eine „normale“ Versicherung ist, die lediglich grün angestrichen wurde.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Comment

  1. Kurzer, prägnanter Artikel, um auf das grüne Thema aufmerksam zu machen. Gut für interessierte Verbraucher*innen, die sinnvoll und verantwortungsbewusst mit ihrem Geld umgehen möchten. Es wäre natürlich transparenter und objektiver, wenn die erwähnte Umfrage verlinkt und nicht nur ein bestimmtes Produkt, die Stuttgarter Grüne Rente, erwähnt würde. Das wirkt sonst eher wie eine (nicht gekennzeichnete) Anzeige.

    Dipl.-Pol. Volkmar H. Haegele
    http://www.gruenvorsorgen.de

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