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Höhere Zinsen machen Altersvorsorge attraktiver

Höhere Zinsen machen Altersvorsorge attraktiver

Wenn die Zinsen den Nullpunkt erreicht haben, ist auch in der Altersvorsorge guter Rat rar. Experten raten jedoch zum Risiko, denn gerade das könnte sich lohnen.

Denn, was viele vergessen, neben den Zinsen befindet sich auch die Inflation auf äußerst niedrigem Niveau. Wer dieses Verhältnis erkennt, kann diese Zeiten gelassener überstehen.

Mehr Risiko führt zu mehr Rendite

An einer Investition in die private Altersvorsorge führt eigentlich kein Weg vorbei, da die gesetzliche Rente für die Mehrheit unserer Gesellschaft nicht mehr reichen wird. Die Riester-Rente hat, allen Unkenrufen zum Trotz, immer noch den Vorteil der staatlichen Garantie, dass der netto eingezahlte Beitrag auch tatsächlich ausbezahlt wird. Trotzdem bleiben die hohen Verwaltungskosten und das Wissen, dass nach dreißig Jahren das eingezahlte Kapital deutlich weniger wert ist.
Nur wer bereit ist, deutlich höhere Risiken einzugehen, entscheidet sich für kostengünstigere Produkte mit einer wesentlich höheren Rendite.

Immobilien verfügen über versteckte Risiken

Aber wer es sich leisten kann, investiert sowieso in Immobilien. Doch hier liegen die Risiken wesentlich tiefer und sind häufig nur für Kenner der Materie zu erkennen. Denn wer getätigte Investitionen schnell wieder auslösen will, steht beim Verkauf seiner Immobilie leicht vor unvorhergesehenen Schwierigkeiten. Vielfach entwickelt sich der Marktwert nämlich entgegen den eigenen Vorstellungen und Erwartungen. Das gilt gerade für Immobilien, die sich nicht in einer der Metropolregionen Deutschlands befinden. Außerdem lohnt sich die Immobilieninvestition erst bei Erwerb mehrerer Immobilien, um die Risiken streuen zu können. Bei einzelnen Eigentumswohnungen droht immer das sogenannte „Klumpenrisiko“. Es kann zu Mietausfällen und Schäden kommen, außerdem erfordert die Immobilienverwaltung stete Kosten.
Wie man es auch dreht und wendet: Höhere Zinsen wären insgesamt hilfreich. Auch wenn dann die Kredite der Banken teurer werden, gäbe es dann auch wieder attraktive Zinsen für die Spareinlagen – und somit würde das gesamte System wieder in ein gesundes Gleichgewicht geraten.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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