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Generali klar auf neuem Kurs

Generali klar auf neuem Kurs

Die Generali Deutschland scheint sich voll auf Kurs zu befinden. Eine aktuelle Pressemitteilung beschäftigt sich ausführlich mit dem Stand der strategischen Neuausrichtung.

Kosten verringert und Zuwächse verzeichnet – nur über die Leben-Bestände herrscht Unklarheit.

Geschäftsjahr übertraf deutlich eigene Ziele

Der Generali Deutschland AG geht es in dem Papier überwiegend um die Erfolge ihrer seit 2015 eingeleiteten und andauernden strategischen Neuausrichtung. Insbesondere ist man stolz auf die betriebswirtschaftlichen Zuwächse, der während der vergangenen drei Jahre um zehn Prozent gestiegen ist. Das Betriebsergebnis nach dem Geschäftsjahr 2017 liegt demnach bei 827 Millionen Euro und konnte damit selbst die eigenen hohen Ziele deutlich übertreffen.

Transformation noch nicht abgeschlossen

Die Gesamtkosten (Provisionen ausgenommen) konnten seit 2015 auf 1,2 Milliarden Euro verringert werden. Erwähnt werden sollte, dass während des Berichtzeitraum die Vertriebsstrukturen deutlich verändert wurden, wobei die eigentlichen Prozesse der geplanten industriellen Transformation erst noch bevorstehen. So steht zum 1. Juli 2018 die Integration des Exklusivvertriebs mit der DVAG Deutsche Vermögensberatung AG an. Die Generali ist an der DVAG mit einem Anteil von 40 Prozent beteiligt.

„Smart-Insurance“ wird erheblich ausgebaut

Wichtige IT-Maßnahmen würden sich in einem „fortgeschrittenen Umsetzungszustand“ befinden, die 2017 initiierte „Smart-Insurance-Offensive“ wird „signifikant ausgebaut“. Mittlerweile ist endlich auch das digitale Gesundheitsprogramm „Generali Vitality“ bei der Cosmos Direkt sowie der Dialog Lebensversicherungs-AG erhältlich und künftig auch über das DVAG-Vertriebsnetzwerk. Außerdem sind weitere, teilweise äußerst ehrgeizige Kooperationsprojekte für Vitality-Kunden gestartet worden, wie „AllyouneedFresh“ mit Amazon oder dem Smart-Home-Programm „Generali Domocity“. Der Bestand an Smart-Insurance-Verträgen liegt bei momentan rund 150.000.

Zukunft der Leben-Bestände unklar

Zuwächse gibt es auch im Bereich der Schaden- und Unfallversicherungen zu vermelden. Auf diesem Sektor wuchsen die Prämieneinnahmen um 1,6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro; alleine bei den Kfz-Versicherungen gab es ein Plus von 4,2 Prozent. Bei den Krankenversicherungen gab es 0,9 Prozent Zunahme auf 2,1 Milliarden Euro. Die Lebensversicherungen nahmen, wie ausdrücklich betont wird „kalkuliert und geplant“, um 3,6 Prozent zurück und liegen damit auf runde zehn Milliarden. In diesem Bereich wurde angekündigt, zeitnahe Entscheidungen über die Zukunft der Bestände der Generali Leben zu treffen. Derzeit würden verschiedene Optionen geprüft.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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