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Garantiezins-Entlastung der Lebensversicherer

Garantiezins-Entlastung der Lebensversicherer

Die durchschnittlichen Garantiezinsen für die Lebensversicherungsbranche ist zwischen 2017 und 2018 von 2,90 auf 2,82 Prozent gefallen.

Nur wenige Jahre zuvor lag dieser Zins bei weit über 3 Prozent.

0,9 bis null Prozent Garantiezins

Der Zinsverfall wurde anlässlich einer Untersuchung von Partner in Life (PiL) mit der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ ermittelt. Gibt es mehr Verträge mit niedrigen oder gar keinen Garantiezinsen und laufen Policen mit hohen Garantiezinsen aus, sinkt der Garantiezins weiter. Aktuelle Klassik-Verträge garantieren nur noch Zinsen um die 0,9 Prozent, viele neuartige Policen garantieren sogar lediglich die Einzahlungen zum Laufzeitende.

Zinszusatzreserve bremst Effekte

Für die Studie nicht berücksichtigt wurden dabei Effekte, die aus der Zinszusatzreserve entstehen. Lebensversicherer sind dabei gesetzlich verpflichtet, diese Reserve einzurichten, um auch noch in vielen späteren Jahren ihre Zinsversprechen erfüllen zu können. Erst 2018 wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Zinszusatzreserve gelockert.

Gesamtbild entscheidend

Für die Branche der Versicherer stellt die Garantiezinsbelastung nur ein Aspekt mehrerer Wirkmechanismen dar. Eine wirkliche Entlastung ist nur im Gesamtbild einer Vielzahl weiterer Aspekte und Kennzeichen zu erkennen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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