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Frankfurt keine Fintech-Hochburg

Frankfurt keine Fintech-Hochburg

Frankfurt ist immer noch deutschen Bankenstadt, wird allerdings mittlerweile von Fintechs überwiegend ignoriert. Laut einer Studie hat keines der 20 innovativsten Finanz-Startups seinen Sitz in Frankfurt.

Lediglich zwei Fintechs der Top-50-Liste verfügen über Büros am Main – suchen aktuell allerdings Mitarbeiter für ihre Berliner Büros.

Berlin und München weit vor Frankfurt

Somit kann Berlin durchaus als deutsche Fintech-Hochburg bezeichnet werden. Die Studie analysierte Fintechs mit den aktuell meisten ausgeschriebenen Stellen. Frankfurt liegt dabei mit 87 Stellenausschreibungen sogar weit hinter München (248 Stellen). Berlin ist mit aktuell 784 Stellen für die Mitbewerber-Städte kaum noch einzuholen.

Personal-Markt für Fintechs entscheidend

Die Studie „Fintech-Job-Studie“ von finanz-szene.de bezieht sich dabei ausschließlich auf Fintechs, die nach 2010 gegründet wurden. Ältere Fintechs, wie Check24, Wirecard oder auch Interhyp, wurden dabei statistisch überhaupt nicht erfasst. Obwohl innerhalb der Digitalisierung die Standortfrage eigentlich unerheblicher sein sollte, sagt das Ergebnis dieser Studie dennoch sehr viel über Frankfurt am Main aus. Denn die Nähe zu Banken ist für Fintechs weniger entscheidend als der Faktor, wo das geeignete Personal zu finden ist. Das sorgt für Synergieeffekte.

Attraktivität Frankfurts als Bankenstadt hingegen ungebrochen

Nach Ansicht des Finanzexperten und Personalberaters Dwight Cribb hat Frankfurt insbesondere für Banker während der vergangenen Jahre durchaus an Attraktivität gewonnen, doch sollte es der Main-Metropole auch endlich gelingen, „diese Attraktivität endlich auch in finanztechnologischer Hinsicht zu erlangen“, so Cribb.

Gesamte Studie als Download

Die komplette Fintech-Job-Untersuchung beschäftigt sich unter anderem auch mit den Fragen, wo und wie viele Mitarbeiter in welchen Bereichen von Fintechs gesucht werden, welche Fintechs den Boom antreiben, in welchen Städten was für Leute gesucht werden oder wie Branchenexperten die Entwicklung einschätzen. Der Download der Studie als PDF ist direkt und kostenlos auf der Seite der finanz-szene zu bekommen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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